ANSM - Aktualisiert am: 27/11/2024
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
SPIFEN 200 mg, Tablette
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Ibuprofen … 200,00 mg
Pro Tablette
Hilfsstoff mit bekannter Wirkung: Natrium.
Für die vollständige Liste der Hilfsstoffe siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Tablette.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1. Anwendungsgebiete
Dieses Arzneimittel enthält ein nicht-steroidales Antirheumatikum: Ibuprofen.
Es ist angezeigt bei Erwachsenen und Kindern über 20 kg (ca. 6 Jahre) zur Kurzzeitbehandlung von Fieber und/oder Schmerzen wie Kopfschmerzen, Grippezustände, Zahnschmerzen, Muskelkater, schmerzhafte Menstruation.
4.2. Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Unerwünschte Wirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten Zeitraum angewendet wird, der zur Kontrolle der Symptome erforderlich ist (siehe Abschnitt 4.4).
GEEIGNET FÜR ERWACHSENE UND KINDER AB 20 KG (ca. 6 Jahre).
Schmerzhafte und/oder fieberhafte Erkrankungen
Bei Kindern beträgt die übliche Dosierung 20 bis 30 mg/kg/Tag in 3 Dosen pro Tag (nicht mehr als 30 mg/kg/Tag).
Bei Kindern von 20 bis 30 kg (ca. 6 bis 11 Jahre): 1 Tablette (200 mg), bei Bedarf nach 6 Stunden erneut einnehmen. In jedem Fall nicht mehr als 3 Tabletten pro Tag (600 mg).
Bei Erwachsenen und Kindern über 30 kg (ca. 11-12 Jahre): 1 bis 2 Tabletten (200 mg bis 400 mg), bei Bedarf nach 6 Stunden erneut einnehmen.
In jedem Fall nicht mehr als 6 Tabletten pro Tag (1200 mg).
Ältere Personen: Da das Alter die Kinetik von Ibuprofen nicht verändert, sollte die Dosierung nicht aufgrund dieses Parameters angepasst werden müssen. Dennoch sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (siehe Abschnitt 4.4).
Regelmäßige Einnahmen vermeiden Schwankungen von Schmerz oder Fieber.
Sie sollten in Abständen von mindestens 6 Stunden erfolgen.
Wenn die Schmerzen länger als fünf Tage anhalten oder sich verschlimmern oder wenn das Fieber länger als drei Tage anhält oder ein neues Problem auftritt, wird dem Patienten geraten, einen Arzt zu konsultieren.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Tablette unzerkaut mit einem großen Glas Wasser schlucken, vorzugsweise während der Mahlzeiten.
4.3. Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel ist in den folgenden Situationen kontraindiziert:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten Hilfsstoffe,
- Patienten mit einer Vorgeschichte von Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioödem oder Urtikaria) im Zusammenhang mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs),
- Vorgeschichte von Magen-Darm-Blutungen oder -Perforationen während einer vorherigen Behandlung mit NSAIDs,
- aktive gastrointestinale Blutung, zerebrovaskuläre Blutung oder andere aktive Blutungen, wie hämorrhagische Kolitis,
- aktives peptisches Ulkus, wiederkehrende peptische Ulkuskrankheit oder Blutung (2 oder mehr separate Episoden von nachgewiesener Ulzeration oder Blutung),
- schwere Leberinsuffizienz,
- schwere Niereninsuffizienz,
- hämorrhagische Diathese,
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV),
- systemischer Lupus erythematodes.
- in Kombination mit Mifamurtid (siehe Abschnitt 4.5),
- Schwangerschaft, ab dem Beginn des 6. Monats (24 Wochen Amenorrhoe) (siehe Abschnitt 4.6).
Die Einnahme von Tabletten oder Kapseln ist bei Kindern unter 6 Jahren kontraindiziert, da sie zu einer Fehlleitung führen kann.
4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Risiko des fötalen Todes
SPIFEN 200 mg, Tablette birgt ein Risiko für den fötalen Tod, selbst nach einer einzigen Einnahme, aufgrund seiner kardiopulmonalen Toxizität (Verengung des Ductus arteriosus und Auftreten von Oligohydramnion, siehe Abschnitt 4.3).
Auswirkungen auf das ungeborene Kind
SPIFEN 200 mg, Tablette birgt auch ein Risiko für Nierenschäden (Niereninsuffizienz), vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen. Siehe Abschnitt 4.6).
SPIFEN 200 mg, Tablette ist bei schwangeren Frauen ab dem Beginn des 6. Monats der Schwangerschaft (24 Wochen Amenorrhoe) kontraindiziert.
Bei geplanter Schwangerschaft oder in den ersten 5 Monaten (vor 24 Wochen Amenorrhoe) sollte SPIFEN 200 mg, Tablette nur bei absoluter Notwendigkeit verschrieben werden.
Besondere Warnhinweise
Die gleichzeitige Anwendung von SPIFEN 200 mg, Tablette mit anderen NSAIDs, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Inhibitoren (cox-2), sollte vermieden werden.
Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen kann durch die Anwendung der niedrigstmöglichen Dosis über den kürzesten Zeitraum, der zur Linderung der Symptome erforderlich ist, minimiert werden (siehe Abschnitt 4.2 und Gastrointestinale und kardiovaskuläre Effekte unten).
Patienten mit Asthma, das mit chronischer Rhinitis, chronischer Sinusitis und/oder Nasenpolypen assoziiert ist, haben ein höheres Risiko für allergische Reaktionen bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure und/oder nicht-steroidalen Antirheumatika als der Rest der Bevölkerung.
Die Verabreichung dieses Arzneimittels kann einen Asthmaanfall auslösen, insbesondere bei bestimmten Personen, die allergisch auf Acetylsalicylsäure oder NSAIDs reagieren (siehe Abschnitt 4.3).
Ältere Personen
Ältere Personen haben ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen von NSAIDs, insbesondere für gastrointestinale Blutungen und Perforationen, die tödlich sein können (siehe Abschnitt 4.2 und unten).
Gastrointestinale Effekte
Gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen, die tödlich sein können, wurden mit allen NSAIDs berichtet, zu jedem Zeitpunkt der Behandlung, ohne dass es notwendigerweise Warnzeichen oder eine Vorgeschichte schwerwiegender gastrointestinaler Nebenwirkungen gab.
Das Risiko für gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen steigt mit der Dosis bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Ulzera, insbesondere bei Komplikationen wie Blutungen oder Perforationen (siehe Abschnitt 4.3) sowie bei älteren Personen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit der niedrigstmöglichen Dosis begonnen werden. Ein Schutz der Schleimhaut (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) sollte für diese Patienten in Betracht gezogen werden, ebenso wie für Patienten, die eine Behandlung mit niedrigen Dosen von Acetylsalicylsäure oder anderen Medikamenten benötigen, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können (siehe unten und Abschnitt 4.5).
Patienten mit einer gastrointestinalen Vorgeschichte, insbesondere ältere Patienten, sollten ungewöhnliche abdominale Symptome (insbesondere gastrointestinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn der Behandlung.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Medikamente erhalten, die das Risiko für Ulzerationen oder Blutungen erhöhen können, wie orale Kortikosteroide, orale Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Auftreten von Blutungen oder Ulzerationen bei einem Patienten, der SPIFEN 200 mg, Tablette erhält, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
NSAIDs sollten mit Vorsicht und unter enger Überwachung bei Patienten mit einer Vorgeschichte von gastrointestinalen Erkrankungen (hämorrhagische Kolitis, Morbus Crohn) angewendet werden, da ein Risiko für eine Verschlechterung der Erkrankung besteht (siehe Abschnitt 4.8).
Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Effekte
Eine angemessene Überwachung und Empfehlungen sind erforderlich bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Bluthochdruck und/oder leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz, da Fälle von Flüssigkeitsretention und Ödemen im Zusammenhang mit der Behandlung mit NSAIDs berichtet wurden.
Klinische Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg pro Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) verbunden sein kann. Insgesamt deuten epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass niedrige Dosen von Ibuprofen (z.B. ≤ 1200 mg pro Tag) mit einem erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse verbunden sind.
Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, kongestiver Herzinsuffizienz (NYHA II-III), etablierter ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder Schlaganfall sollten nur nach gründlicher Untersuchung mit Ibuprofen behandelt werden, und hohe Dosen (2400 mg pro Tag) sollten vermieden werden.
Eine gründliche Untersuchung sollte auch vor der Einleitung einer Langzeitbehandlung bei Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes, Rauchen) durchgeführt werden, insbesondere wenn hohe Dosen (2400 mg pro Tag) erforderlich sind.
Fälle des Kounis-Syndroms wurden bei Patienten berichtet, die mit SPIFEN 200 mg, Tablette behandelt wurden. Das Kounis-Syndrom wurde als kardiovaskuläre Symptome definiert, die sekundär zu einer allergischen oder Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, die mit einer Verengung der Koronararterien verbunden ist und zu einem Myokardinfarkt führen kann.
Verschleierung der Symptome einer zugrunde liegenden Infektion
Dieses Arzneimittel kann die Symptome einer Infektion verschleiern, was die Einleitung einer angemessenen Behandlung verzögern und so den Verlauf der Infektion verschlechtern kann. Dies wurde bei bakterieller ambulant erworbener Pneumonie und bakteriellen Komplikationen der Windpocken beobachtet.
Wenn dieses Arzneimittel zur Linderung von Fieber oder Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird empfohlen, die Infektion zu überwachen. In nicht stationären Einrichtungen sollte der Patient einen Arzt konsultieren, wenn die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.
Hautreaktionen
Schwere Hautreaktionen (SCAR), wie exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS oder Überempfindlichkeitssyndrom) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten dieser Reaktionen traten im ersten Monat der Behandlung auf.
Bei Auftreten von Anzeichen und Symptomen, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte die Einnahme von Ibuprofen sofort abgebrochen und eine andere Behandlung in Betracht gezogen werden (falls erforderlich).
Windpocken können in Ausnahmefällen schwere infektiöse Komplikationen der Haut und des Weichgewebes verursachen. Bisher kann die Rolle von NSAIDs bei der Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher ratsam, die Anwendung von SPIFEN 200 mg, Tablette bei Windpocken zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.8).
Funktionelle Niereninsuffizienz
NSAIDs können durch die Hemmung der vasodilatatorischen Wirkung von renalen Prostaglandinen eine funktionelle Niereninsuffizienz durch Verringerung der glomerulären Filtration verursachen. Diese Nebenwirkung ist dosisabhängig.
Zu Beginn der Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung wird eine Überwachung der Diurese und der Nierenfunktion bei Patienten mit folgenden Risikofaktoren empfohlen:
- ältere Personen,
- begleitende Medikamente wie: ACE-Hemmer, Sartane, Diuretika (siehe Abschnitt 4.5),
- Hypovolämie, unabhängig von der Ursache,
- Herzinsuffizienz,
- chronische Niereninsuffizienz,
- nephrotisches Syndrom,
- lupische Nephropathie,
- dekompensierte Leberzirrhose.
Flüssigkeits- und Natriumretention
Flüssigkeits- und Natriumretention mit der Möglichkeit von Ödemen, Bluthochdruck oder Verschlimmerung von Bluthochdruck, Verschlechterung der Herzinsuffizienz. Eine klinische Überwachung ist erforderlich, sobald die Behandlung bei Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz beginnt. Eine Verringerung der Wirkung von Antihypertensiva ist möglich (siehe Abschnitt 4.5).
Hyperkaliämie
Hyperkaliämie, begünstigt durch Diabetes oder eine gleichzeitige Behandlung mit hyperkaliämischen Medikamenten (siehe Abschnitt 4.5).
In diesen Fällen sollte regelmäßig die Kaliumkonzentration im Blut überwacht werden.
Die Einnahme dieses Arzneimittels sollte vermieden werden, wenn eine Behandlung mit einem anderen nicht-steroidalen Antirheumatikum, einem oralen Antikoagulans, Lithium, Acetylsalicylsäure in analgetischen, antipyretischen oder entzündungshemmenden Dosen, Methotrexat in Dosen über 20 mg pro Woche, niedermolekularen Heparinen und verwandten Substanzen sowie unfraktionierten Heparinen (in kurativen Dosen und/oder bei älteren Personen), Pemetrexed bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.5) erfolgt.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Ibuprofen, wie jedes Medikament, das die Synthese von Cyclooxygenasen und Prostaglandinen hemmt, kann die Fruchtbarkeit durch eine Wirkung auf den Eisprung beeinträchtigen. Diese Wirkung ist reversibel nach Absetzen der Behandlung. Die Anwendung von Ibuprofen wird bei Frauen, die schwanger werden möchten, nicht empfohlen.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen.
Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn die Behandlung mit Ibuprofen bei stark dehydrierten Patienten eingeleitet wird.
Die regelmäßige und langfristige Anwendung von Analgetika birgt das Risiko von Kopfschmerzen und analgetischer Nephropathie.
Ein Bronchospasmus kann bei Patienten auftreten, die an Asthma bronchiale oder allergischen Erkrankungen leiden oder gelitten haben.
Ibuprofen kann die objektiven und subjektiven Anzeichen einer Infektion verschleiern. In Einzelfällen wurde eine Verschlimmerung der infektiösen Entzündung (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis) im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAIDs beschrieben. Ibuprofen sollte daher mit Vorsicht bei Patienten mit einer Infektion angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Kollagenkrankheiten, die nicht systemischer Lupus erythematodes sind (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Auftreten von Sehstörungen während der Behandlung sollte eine vollständige augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden.
Bei Langzeitbehandlungen wird empfohlen, das Blutbild, die Leber- und Nierenfunktionen zu überwachen.
Dieses Arzneimittel enthält 41 mg Natrium pro Tablette, was 2,05 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g pro Erwachsenem entspricht.
Pädiatrische Population (Alter ≥ 12 Jahre und < 18 Jahre)
Es besteht ein Risiko für Nierenschäden bei dehydrierten Kindern/Jugendlichen.
4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Risiko im Zusammenhang mit Hyperkaliämie
Bestimmte Medikamente oder therapeutische Klassen können das Auftreten von Hyperkaliämie begünstigen: Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten, nicht-steroidale Antirheumatika, Heparine (niedermolekular oder unfraktioniert), Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus, Trimethoprim.
Die Kombination dieser Medikamente erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie. Dieses Risiko ist besonders hoch bei kaliumsparenden Diuretika, insbesondere wenn sie miteinander oder mit Kaliumsalzen kombiniert werden, während die Kombination eines ACE-Hemmers und eines NSAIDs ein geringeres Risiko darstellt, solange die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Um die Risiken und spezifischen Einschränkungsgrade für hyperkaliämische Medikamente zu erfahren, sollten die spezifischen Wechselwirkungen jeder Substanz konsultiert werden.
Einige Substanzen, wie Trimethoprim, unterliegen jedoch keinen spezifischen Wechselwirkungen in Bezug auf dieses Risiko. Sie können jedoch als begünstigende Faktoren wirken, wenn sie mit anderen Medikamenten wie den oben genannten kombiniert werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen mit den folgenden Produkten erfordert eine sorgfältige klinische und biologische Überwachung des Patienten:
Kontraindizierte Kombination
+ Mifamurtid
Bei hohen Dosen von NSAIDs besteht das Risiko einer geringeren Wirksamkeit von Mifamurtid.
Nicht empfohlene Kombinationen (siehe Abschnitt 4.4)
+ Andere NSAIDs
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische Magen-Darm-Erkrankungen.
+ Acetylsalicylsäure in entzündungshemmenden Dosen (≥ 1 g pro Dosis und/oder ≥ 3 g pro Tag) oder in analgetischen oder antipyretischen Dosen (≥ 500 mg pro Dosis und/oder < 3 g pro Tag)
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische Magen-Darm-Erkrankungen.
+ Orale Antikoagulanzien
Erhöhtes Blutungsrisiko des oralen Antikoagulans (Schädigung der Magen-Darm-Schleimhaut durch NSAIDs). NSAIDs können die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, ist eine enge klinische und biologische Überwachung erforderlich.
+ Heparine (in kurativen Dosen und/oder bei älteren Personen)
Erhöhtes Blutungsrisiko (Schädigung der Magen-Darm-Schleimhaut durch NSAIDs).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, ist eine enge klinische Überwachung erforderlich.
+ Lithium
Erhöhung des Lithiumspiegels, der toxische Werte erreichen kann (Verringerung der renalen Ausscheidung von Lithium).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, sollte der Lithiumspiegel engmaschig überwacht und die Lithiumdosis während der Kombination und nach Absetzen des NSAIDs angepasst werden.
+ Methotrexat, verwendet in Dosen über 20 mg/Woche
Erhöhte Toxizität, insbesondere hämatologisch, von Methotrexat (Verringerung der renalen Clearance von Methotrexat durch Antirheumatika).
+ Nicorandil
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische Magen-Darm-Erkrankungen.
+ Pemetrexed (bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
Risiko einer erhöhten Toxizität von Pemetrexed (Verringerung der renalen Clearance durch NSAIDs).
Kombinationen, die Vorsichtsmaßnahmen erfordern
+ Aminoglykoside
NSAIDs können die Ausscheidung von Aminoglykosiden reduzieren.
+ Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Personen, Dehydratation, gleichzeitige Behandlung mit Diuretika, eingeschränkte Nierenfunktion) durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese renaler Prostaglandine. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Antibiotika der Chinolon-Gruppe
Die Kombination mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) kann das Risiko von Krampfanfällen erhöhen.
+ Ciclosporin, Tacrolimus
Risiko einer additiven nephrotoxischen Wirkung, insbesondere bei älteren Personen.
Die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung mit NSAIDs überwachen.
+ Cobimetinib
Erhöhtes Blutungsrisiko.
Klinische Überwachung.
+ Diuretika
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Personen, dehydriert, unter Diuretika, mit eingeschränkter Nierenfunktion) durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese renaler Prostaglandine. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Hypoglykämika
Ibuprofen verstärkt die hypoglykämische Wirkung von oralen Hypoglykämika und Insulin. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.
+ ACE-Hemmer
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Personen, Dehydratation, gleichzeitige Behandlung mit Diuretika, eingeschränkte Nierenfunktion) durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese renaler Prostaglandine. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Mifepriston
Die Kombination mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) kann die Exposition gegenüber NSAIDs erhöhen. Eine Verringerung der Wirksamkeit von Mifepriston ist theoretisch möglich aufgrund der anti-prostaglandinischen Eigenschaften von NSAIDs. Studien zu den Auswirkungen von Ibuprofen bei einmaliger oder wiederholter Verabreichung, die am Tag der Verabreichung der Prostaglandine (oder bei Bedarf) begonnen wurden, zeigten keine schädlichen Auswirkungen auf die Wirkung von Mifepriston oder auf die allgemeine klinische Wirksamkeit des Schwangerschaftsabbruchprotokolls.
+ Methotrexat, verwendet in Dosen von 20 mg/Woche oder weniger
Erhöhte Toxizität, insbesondere hämatologisch, von Methotrexat (Verringerung der renalen Clearance von Methotrexat durch Antirheumatika).
Wöchentliche Kontrolle des Blutbildes während der ersten Wochen der Kombination.
Erhöhte Überwachung bei eingeschränkter (auch leichter) Nierenfunktion sowie bei älteren Personen.
+ Pemetrexed (Patienten mit normaler Nierenfunktion)
Risiko einer erhöhten Toxizität von Pemetrexed (Verringerung der renalen Clearance durch NSAIDs).
Biologische Überwachung der Nierenfunktion.
+ Phytotherapeutische Produkte
Die Kombination von Ginkgo biloba und NSAIDs kann das Blutungsrisiko erhöhen.
+ Tenofovir-Disoproxil
Risiko einer erhöhten Nephrotoxizität von Tenofovir, insbesondere bei hohen Dosen des Antirheumatikums oder bei Vorliegen von Risikofaktoren für Niereninsuffizienz.
Bei Kombination die Nierenfunktion überwachen.
+ Voriconazol oder Fluconazol
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen könnte die Exposition gegenüber Ibuprofen sowie seine Plasmakonzentrationen erhöhen.
+ Zidovudin
Die gleichzeitige Verabreichung von Zidovudin und Ibuprofen kann das Risiko von Hämarthrosen und Hämatomen bei HIV-infizierten Hämophilie-Patienten erhöhen.
Kombinationen, die berücksichtigt werden sollten
+ Acetylsalicylsäure in antiaggregierenden Dosen (von 50 mg bis 375 mg pro Tag in 1 oder mehreren Dosen)
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische Magen-Darm-Erkrankungen.
Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen und Acetylsalicylsäure wird im Allgemeinen nicht empfohlen, da das Potenzial für unerwünschte Wirkungen erhöht ist.
Experimentelle Daten deuten darauf hin, dass Ibuprofen die Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation bei gleichzeitiger Verabreichung kompetitiv hemmt. Obwohl es Unsicherheiten hinsichtlich der Extrapolation dieser Daten auf klinische Situationen gibt, kann die Möglichkeit, dass eine regelmäßige, langfristige Anwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure verringert, nicht ausgeschlossen werden. Kein klinisch relevanter Effekt wird bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen als wahrscheinlich angesehen (siehe Abschnitt 5.1).
+ Thrombozytenaggregationshemmer
Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
+ Betablocker (außer Esmolol) (einschließlich Augentropfen)
Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung (Hemmung der vasodilatatorischen Prostaglandine durch nicht-steroidale Antirheumatika).
+ Deferasirox
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische Magen-Darm-Erkrankungen.
+ Glukokortikoide (außer Hydrocortison)
Erhöhtes Risiko für Ulzerationen und gastrointestinale Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
+ Heparine (prophylaktische Dosen)
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Gemischte adrenerge-serotoninerge Medikamente
Erhöhtes Blutungsrisiko.
Auswirkungen auf die Ergebnisse diagnostischer Tests:
- Blutungszeit (mögliche Verlängerung der Blutungszeit bis zu 1 Tag nach Absetzen der Behandlung)
- Blutzucker (mögliche Verringerung)
- Kreatinin-Clearance (mögliche Verringerung)
- Hämatokrit oder Hämoglobin (mögliche Verringerung)
- Blutharnstoffstickstoff, Serumkreatinin, Kaliumkonzentrationen (mögliche Erhöhung)
- Leberfunktionstest (mögliche Erhöhung der Transaminasen)
4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Ab dem Beginn des 6. Monats der Schwangerschaft (24 Wochen Amenorrhoe): Jede Einnahme von SPIFEN 200 mg, Tablette, auch gelegentlich, ist kontraindiziert. Eine einmalige Einnahme ab 24 Wochen Amenorrhoe rechtfertigt eine echokardiographische und renale Kontrolle des Fötus und/oder Neugeborenen.
Außer bei absoluter Notwendigkeit sollte SPIFEN 200 mg, Tablette nicht bei einer Frau verschrieben werden, die eine Schwangerschaft plant oder in den ersten 5 Monaten der Schwangerschaft (vor 24 Wochen Amenorrhoe) ist. In diesem Fall sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein. Eine verlängerte Einnahme wird dringend abgeraten.
Bei Einnahme ab der 20. Woche Amenorrhoe könnte eine kardiologische und renale Überwachung des Fötus erforderlich sein.
Bei Auftreten von Oligohydramnion oder Verengung des Ductus arteriosus sollte die Behandlung mit SPIFEN 200 mg, Tablette abgebrochen werden.
Die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch NSAIDs kann den Verlauf der Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des Embryos oder Fötus beeinflussen.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 1. Trimester
Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass eine Behandlung mit einem Prostaglandinsynthesehemmer im 1. Trimester der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten verbunden ist.
Für einige NSAIDs wird auch ein erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen und Bauchwanddefekte (Gastroschisis) beschrieben. Das absolute Risiko für fötale kardiovaskuläre Fehlbildungen stieg von weniger als 1% auf etwa 1,5% bei Exposition im 1. Trimester. Das Risiko scheint mit der Dosis und der Dauer der Behandlung zu steigen.
Bei Tieren führt die Verabreichung eines Prostaglandinsynthesehemmers während der Organogenese zu einer erhöhten prä- und postimplantationsverlustrate, einer erhöhten embryo-fötalen Letalität und einer höheren Inzidenz bestimmter Fehlbildungen, einschließlich kardiovaskulärer.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 2. und 3. Trimester
- Ab der 12. Woche Amenorrhoe
Die mütterliche Einnahme eines NSAIDs birgt für den Fötus das Risiko einer funktionellen Nierenschädigung:
- o In utero (Einleitung der fötalen Diurese): Ein Oligohydramnion kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten. Dies ist in der Regel reversibel nach Absetzen der Behandlung. Es kann sich zu einem Anamnios entwickeln, insbesondere bei längerer Exposition gegenüber einem NSAID.
- o Bei der Geburt: Eine Niereninsuffizienz (reversibel oder nicht) kann beobachtet werden oder bestehen bleiben, insbesondere bei später und längerer Exposition mit einem Risiko für verzögerte schwere Hyperkaliämie.
- Ab der 20. Woche Amenorrhoe:
Neben der funktionellen Nierenschädigung (siehe oben) birgt die mütterliche Einnahme eines NSAIDs für den Fötus das Risiko einer Verengung des Ductus arteriosus (meist reversibel nach Absetzen der Behandlung).
- Ab der 24. Woche Amenorrhoe:
Das Risiko einer kardiopulmonalen Toxizität (vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie) wird größer und kann zu einer rechtsseitigen Herzinsuffizienz des Fötus oder Neugeborenen führen, möglicherweise sogar zu einem fötalen Tod in utero. Dieses Risiko ist umso größer und weniger reversibel, je näher die Einnahme am Geburtstermin liegt. Dieser Effekt tritt auch bei einmaliger Einnahme auf.
Am Ende der Schwangerschaft (nahe am Geburtstermin) birgt die Einnahme von NSAIDs auch für die Mutter und das Neugeborene das Risiko:
einer Verlängerung der Blutungszeit aufgrund einer antiaggregierenden Wirkung, die auch nach Verabreichung sehr niedriger Dosen des Medikaments auftreten kann;
einer Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu einer Verzögerung des Geburtstermins oder einer verlängerten Geburt führen kann.
Stillzeit
Ibuprofen und seine Abbauprodukte/Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Es werden jedoch keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind erwartet, wenn SPIFEN 200 mg, Tablette in therapeutischen Dosen verabreicht wird. Da schädliche Auswirkungen auf das gestillte Kind noch unbekannt sind, ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, das Stillen bei kurzfristiger Behandlung mit der empfohlenen Dosis bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber zu unterbrechen.
Fertilität
Wenn Ibuprofen bei einer Frau angewendet wird, die schwanger werden möchte, sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein.
4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Die Patienten sollten auf das mögliche Auftreten von Schwindel und Sehstörungen hingewiesen werden.
Eine einmalige Einnahme oder kurzfristige Anwendung erfordert in der Regel keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
SPIFEN 200 mg, Tablette hat daher nur einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8. Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind hauptsächlich auf die pharmakologischen Wirkungen von Ibuprofen auf die Prostaglandinsynthese zurückzuführen.
Klinische Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg pro Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) verbunden sein kann (siehe Abschnitt 4.4).
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind gastrointestinaler Natur. Peptische Ulzera, Perforationen oder gastrointestinale Blutungen, die tödlich sein können, können auftreten, insbesondere bei älteren Personen (siehe Abschnitt 4.4).
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Dyspepsie, ulzerative Stomatitis, Bauchschmerzen, Melaena, Hämatemesis, Verschlimmerung einer Kolitis oder eines Morbus Crohn (siehe Abschnitt 4.4) wurden nach der Verabreichung von NSAIDs berichtet. Seltener wurden Gastritiden beobachtet.
Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit NSAIDs berichtet.
Die folgende Tabelle listet die Nebenwirkungen nach Organsystemklassen und Häufigkeit auf (sehr häufig [≥ 1/10], häufig [≥ 1/100, < 1/10], gelegentlich [≥ 1/1 000, < 1/100], selten [≥ 1/10 000, < 1/1 000], sehr selten [< 1/10 000] und Häufigkeit unbekannt [kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden]).
|
|
Sehr häufig
|
Häufig
|
Gelegentlich
|
Selten
|
Sehr selten
|
Häufigkeit unbekannt
|
|
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
|
|
|
|
Thrombozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie
|
|
Anämie und hämolytische Anämie
|
|
Erkrankungen des Immunsystems
|
|
|
Allergische Reaktion
|
Anaphylaxie
|
|
Anaphylaktischer Schock
|
|
Erkrankungen des Nervensystems
|
|
Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
|
|
|
|
Aseptische Meningitis
|
|
Augenerkrankungen
|
|
|
|
Sehstörung
|
|
Papillenödem
|
|
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
|
|
|
|
Hörstörung
|
|
|
|
Herzerkrankungen
|
|
|
|
|
|
Herzinsuffizienz, Kounis-Syndrom
|
|
Gefäßerkrankungen
|
|
|
|
|
|
Arterielle Thrombose, Bluthochdruck, Hypotonie
|
|
Atemwegs-, Thorax- und Mediastinalerkrankungen
|
|
|
Asthma, verschlimmertes Asthma, Bronchospasmus, Dyspnoe
|
|
|
Reizung des Rachens
|
|
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
|
Dyspepsie, Durchfall
|
Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen
|
Peptisches Ulkus, gastrointestinale Blutung, Erbrechen, Melaena, Gastritis
|
Gastrointestinale Perforation, Verstopfung, Hämatemesis, ulzerative Stomatitis, verschlimmerte Kolitis, verschlimmerte Morbus Crohn
|
|
Anorexie, okkulte Blutungen
|
|
Leber- und Gallenerkrankungen
|
|
|
|
Lebererkrankung
|
|
Leberschaden, Hepatitis, Ikterus
|
|
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
|
|
Hauterkrankung, Ausschlag
|
Angioödem, Purpura, Pruritus, Urtikaria
|
|
Schwere Hautreaktionen (SCAR) (einschließlich bullöse Reaktion, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
|
Photosensibilitätsreaktion, verschlimmerte Hautreaktion, schwere infektiöse Komplikationen der Haut und des Weichgewebes bei Windpocken, Verschlimmerung chronischer Urtikaria, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS oder Überempfindlichkeitssyndrom), akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
|
|
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
|
|
|
|
Hämaturie
|
Niereninsuffizienz, interstitielle Nephritis, Papillennekrose
|
Oligurie
|
|
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
|
|
|
|
|
|
Ödem
|
|
Untersuchungen
|
|
|
|
Anormaler Leberfunktionstest
|
|
Anormaler Nierenfunktionstest
|
Pädiatrische Population
Basierend auf den gesammelten klinischen Erfahrungen wurden keine klinisch signifikanten Unterschiede im Sicherheitsprofil zwischen Erwachsenen und der zugelassenen pädiatrischen Population (≥ 12 Jahre) in Bezug auf Art, Häufigkeit, Schwere und Reversibilität der Nebenwirkungen beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung des Arzneimittels ist wichtig. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Gesundheitsfachkräfte melden jeden Verdacht auf Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem: Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) und Netzwerk der regionalen Zentren für Pharmakovigilanz - Website: https://signalement.social-sante.gouv.fr
4.9. Überdosierung
Symptome
Die Symptome einer Überdosierung sind in der Regel: Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (blutig) und Durchfall (blutig), Schwindel, Krämpfe, Nystagmus und Doppelsehen, Kopfschmerzen und Tinnitus. Eine längere Anwendung in höheren als den empfohlenen Dosen oder eine Überdosierung kann zu einer renalen tubulären Azidose und einer Hypokaliämie führen. Bei schwerer Vergiftung kann eine metabolische Azidose mit Nierenfunktionsstörungen, Hypotonie, Bewusstseinsstörungen und Koma auftreten (es wurde nicht eindeutig festgestellt, ob die Nierenfunktionsstörungen eine Folge der Vergiftung oder der Hypotonie sind).
Behandlung bei Überdosierung
Krankenhauseinweisung: Es gibt kein spezifisches Antidot für Ibuprofen. Der Magen sollte so schnell wie möglich entleert werden. Der Patient sollte, wenn möglich, erbrechen. Aktivkohle kann verabreicht werden, um die Aufnahme von Ibuprofen zu verringern. Eine schnelle Entfernung des aufgenommenen Produkts durch Magenspülung und eine Korrektur schwerer Elektrolytstörungen sollten in Betracht gezogen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Sonstige Analgetika und Antipyretika, ATC-Code: N02B.
Ibuprofen ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum, das zur Gruppe der Propionsäurederivate gehört und von der Arylessigsäure abgeleitet ist. Es besitzt die folgenden Eigenschaften:
- analgetische Eigenschaft,
- antipyretische Eigenschaft,
- entzündungshemmende Eigenschaft,
- Eigenschaft der kurzfristigen Hemmung der Thrombozytenfunktion.
Alle diese Eigenschaften sind mit einer Hemmung der Prostaglandinsynthese verbunden.
Experimentelle Daten deuten darauf hin, dass Ibuprofen die Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation bei gleichzeitiger Verabreichung kompetitiv hemmt. Pharmakodynamische Studien zeigen, dass, wenn Einzeldosen von 400 mg Ibuprofen innerhalb von 8 Stunden vor oder innerhalb von 30 Minuten nach der Verabreichung von sofort freisetzendem Acetylsalicylsäure (81 mg) eingenommen wurden, eine Verringerung der Wirkung von Acetylsalicylsäure auf die Thromboxanbildung oder die Thrombozytenaggregation auftritt. Obwohl es Unsicherheiten hinsichtlich der Extrapolation dieser Daten auf klinische Situationen gibt, kann die Möglichkeit, dass eine regelmäßige, langfristige Anwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure verringert, nicht ausgeschlossen werden. Kein klinisch relevanter Effekt wird bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen als wahrscheinlich angesehen (siehe Abschnitt 4.5).
Bei post-extraktionellen Zahnschmerzen wurde die analgetische Wirkung von SPIFEN früher beobachtet als bei einer konventionellen Form von Ibuprofen.
5.2. Pharmakokinetische Eigenschaften
Absorption
Die maximale Serumkonzentration wird etwa 30 Minuten nach oraler Verabreichung erreicht. Sie beträgt 23,75 ± 4,5 µg/ml für die Dosis von 200 mg.
Die gleichzeitige Einnahme von Nahrung beeinflusst die Absorptionsrate nicht, verzögert jedoch die Absorption um etwa 1 Stunde, was zu einer niedrigeren C max (ca. 50 %) führt.
Verteilung
Die Verabreichung von Ibuprofen führt nicht zu Akkumulationsphänomenen. Es ist zu 99 Prozent an Plasmaproteine gebunden.
Im Synovialflüssigkeit wird Ibuprofen mit stabilen Konzentrationen zwischen der zweiten und achten Stunde nach der Einnahme gefunden, wobei die synoviale C max etwa ein Drittel der plasmativen C max beträgt.
Nach der Einnahme von 400 mg Ibuprofen alle 6 Stunden bei stillenden Frauen beträgt die Menge an Ibuprofen, die in ihrer Milch gefunden wird, weniger als 1 mg pro 24 Stunden.
Biotransformation
Ibuprofen hat keine enzyminduzierende Wirkung. Es wird zu 90 % in Form inaktiver Metaboliten metabolisiert.
Ausscheidung
Die Plasmahalbwertszeit beträgt 1 bis 2 Stunden. Mehr als 90 % der Dosis werden im Urin in Form von Metaboliten und konjugierten Produkten gefunden.
Weniger als 1 % wird unverändert im Urin ausgeschieden.
Linearität/Nicht-Linearität
Die Pharmakokinetik von freiem Ibuprofen ist bei therapeutischen Dosen linear. Die Pharmakokinetik von Gesamt-Ibuprofen ist jedoch nach oraler Verabreichung von mehr als 800 mg Ibuprofen nicht mehr linear. Diese Nicht-Linearität wird der Sättigung der Plasmaproteinbindung zugeschrieben.
Besondere Populationen
Ältere Personen
Es wurden keine Anzeichen von Akkumulation oder Retention in spezifischen Kompartimenten bei älteren Personen beobachtet. Eine Dosisanpassung ist daher nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Niereninsuffizienz
Eine leichte bis mittelschwere Niereninsuffizienz scheint die Plasmaeliminationshalbwertszeit nicht zu verlängern. Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sollten kein Ibuprofen einnehmen, da dies wahrscheinlich das Risiko einer systemischen Akkumulation erhöhen würde (siehe Abschnitt 4.3).
Leberinsuffizienz
Es gibt wenig Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Plasmapharmakokinetik bei leichter Leberinsuffizienz. Patienten mit schwerer Lebererkrankung sollten kein Ibuprofen einnehmen, da dies wahrscheinlich das Risiko einer systemischen Akkumulation erhöhen würde (siehe Abschnitt 4.3).
Pädiatrische Population
Die Pharmakokinetik von Ibuprofen bei Kindern ab 12 Jahren ist vergleichbar mit der bei Erwachsenen.
5.3. Präklinische Sicherheitsdaten
Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung bei Tieren haben Läsionen und Ulzerationen des Verdauungstrakts gezeigt. In vitro und in vivo Genotoxizitätsstudien haben keine klinisch relevanten Daten zu einem mutagenen Potenzial von Ibuprofen geliefert. Studien an Ratten und Mäusen haben keine karzinogene Wirkung von Ibuprofen gezeigt.
Ibuprofen hemmt den Eisprung bei Kaninchen und führt zu Implantationsstörungen bei verschiedenen Tierarten (Kaninchen, Ratte, Maus). Studien an Ratten und Kaninchen haben gezeigt, dass Ibuprofen die Plazenta passiert. Nach der Verabreichung von mütterlich toxischen Dosen bei Ratten wurde eine erhöhte Inzidenz von Fehlbildungen (ventrikuläre Septumdefekte) bei ihrer Nachkommenschaft festgestellt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1. Liste der sonstigen Bestandteile
Arginin, Natriumbicarbonat, Crospovidon, Magnesiumstearat, gereinigtes Wasser.
6.2. Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3. Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre.
6.4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung.
6.5. Art und Inhalt des Behältnisses
12, 16, 20 oder 30 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
Es müssen nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht werden.
6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
ZAMBON FRANCE S.A.
13, RUE RENE JACQUES
92138 ISSY-LES-MOULINEAUX CEDEX
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
- 34009 360 816 2 8: 12 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid)
- 34009 360 817 9 6: 16 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid)
- 34009 360 818 5 7: 20 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid)
- 34009 360 819 1 8: 30 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid)
9. DATUM DER ERSTZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
[vom Inhaber später auszufüllen]
Datum der Erstzulassung:{TT Monat JJJJ}
Datum der letzten Verlängerung:{TT Monat JJJJ}
10. STAND DER INFORMATION
[vom Inhaber später auszufüllen]
{TT Monat JJJJ}
11. DOSIMETRIE
Nicht zutreffend.
12. ANWEISUNGEN FÜR DIE HERSTELLUNG VON RADIOPHARMAZEUTIKA
Nicht zutreffend.
VERORDNUNGS- UND ABGABEBESTIMMUNGEN
Arzneimittel nicht verschreibungspflichtig.