ANSM - Aktualisiert am: 27/11/2024
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
SPEDIFEN 200 mg, Tablette
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Ibuprofen … 200,00 mg
Pro Tablette
Hilfsstoff mit bekannter Wirkung: Natrium.
Für die vollständige Liste der Hilfsstoffe siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Tablette.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1. Anwendungsgebiete
Dieses Arzneimittel enthält ein nicht-steroidales Antirheumatikum: Ibuprofen.
Es ist angezeigt bei Erwachsenen und Kindern über 20 kg (ca. 6 Jahre) zur Kurzzeitbehandlung von Fieber und/oder Schmerzen wie Kopfschmerzen, Grippezuständen, Zahnschmerzen, Muskelkater, schmerzhaften Regelblutungen.
4.2. Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Unerwünschte Wirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten Zeitraum zur Kontrolle der Symptome angewendet wird (siehe Abschnitt 4.4).
GEEIGNET FÜR ERWACHSENE UND KINDER AB 20 KG (ca. 6 Jahre).
Schmerzhafte und/oder fieberhafte Zustände
Bei Kindern beträgt die übliche Dosierung 20 bis 30 mg/kg/Tag in 3 Dosen pro Tag (nicht mehr als 30 mg/kg/Tag).
Bei Kindern von 20 bis 30 kg (ca. 6 bis 11 Jahre): 1 Tablette (200 mg), bei Bedarf nach 6 Stunden wiederholen. In jedem Fall nicht mehr als 3 Tabletten pro Tag (600 mg).
Bei Erwachsenen und Kindern über 30 kg (ca. 11-12 Jahre): 1 bis 2 Tabletten (200 mg bis 400 mg), bei Bedarf nach 6 Stunden wiederholen.
In jedem Fall nicht mehr als 6 Tabletten pro Tag (1200 mg).
Ältere Menschen: Da das Alter die Kinetik von Ibuprofen nicht verändert, sollte die Dosierung nicht aufgrund dieses Parameters angepasst werden. Dennoch sind Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (siehe Abschnitt 4.4).
Regelmäßige Einnahmen verhindern Schwankungen von Schmerz oder Fieber.
Sie sollten in Abständen von mindestens 6 Stunden erfolgen.
Wenn der Schmerz länger als fünf Tage anhält oder sich verschlimmert, oder wenn das Fieber länger als drei Tage anhält oder ein neues Problem auftritt, wird dem Patienten geraten, einen Arzt aufzusuchen.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Tablette unzerkaut mit einem großen Glas Wasser schlucken, vorzugsweise während der Mahlzeiten.
4.3. Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel ist in den folgenden Situationen kontraindiziert:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,
- Patienten mit einer Vorgeschichte von Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis, Angioödem oder Urtikaria) im Zusammenhang mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs),
- Vorgeschichte von Magen-Darm-Blutungen oder -Perforationen während einer früheren Behandlung mit NSAIDs,
- aktive gastrointestinale Blutung, zerebrovaskuläre Blutung oder andere aktive Blutungen, wie hämorrhagische Kolitis,
- aktives peptisches Ulkus, Vorgeschichte von rezidivierenden peptischen Ulzera oder Blutungen (2 oder mehr separate Episoden von nachgewiesenen Blutungen oder Ulzerationen),
- schwere Leberinsuffizienz,
- schwere Niereninsuffizienz,
- hämorrhagische Diathese,
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA Klasse IV),
- systemischer Lupus erythematodes.
- in Kombination mit Mifamurtid (siehe Abschnitt 4.5),
- Schwangerschaft ab dem Beginn des 6. Monats (24 Wochen Amenorrhoe) (siehe Abschnitt 4.6).
Die Einnahme von Tabletten oder Kapseln ist bei Kindern unter 6 Jahren kontraindiziert, da sie eine Fehlleitung verursachen kann.
4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Risiko eines fetalen Todes
SPEDIFEN 200 mg, Tablette birgt ein Risiko eines fetalen Todes, selbst nach einer einzigen Einnahme, aufgrund seiner kardiopulmonalen Toxizität (Verengung des Ductus arteriosus und Auftreten von Oligohydramnion, siehe Abschnitt 4.3).
Auswirkungen auf das ungeborene Kind
SPEDIFEN 200 mg, Tablette birgt auch ein Risiko für Nierenschäden (Niereninsuffizienz), vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie beim Neugeborenen. Siehe Abschnitt 4.6).
SPEDIFEN 200 mg, Tablette ist bei schwangeren Frauen ab dem Beginn des 6. Monats der Schwangerschaft (24 Wochen Amenorrhoe) kontraindiziert.
Im Falle einer geplanten Schwangerschaft oder während der ersten 5 Monate (vor 24 Wochen Amenorrhoe) sollte SPEDIFEN 200 mg, Tablette nur bei absoluter Notwendigkeit verschrieben werden.
Besondere Warnhinweise
Die gleichzeitige Anwendung von SPEDIFEN 200 mg, Tablette mit anderen NSAIDs, einschließlich selektiver Cyclooxygenase-2-Inhibitoren (Cox-2), sollte vermieden werden.
Das Auftreten von Nebenwirkungen kann durch die Anwendung der niedrigsten möglichen Dosis über den kürzesten Behandlungszeitraum, der zur Linderung der Symptome erforderlich ist, minimiert werden (siehe Abschnitt 4.2 und Gastrointestinale und kardiovaskuläre Effekte unten).
Patienten mit Asthma in Verbindung mit chronischer Rhinitis, chronischer Sinusitis und/oder Nasenpolypen haben ein höheres Risiko für allergische Reaktionen bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure und/oder nicht-steroidalen Antirheumatika als der Rest der Bevölkerung.
Die Verabreichung dieser Spezialität kann einen Asthmaanfall auslösen, insbesondere bei einigen Patienten, die gegen Acetylsalicylsäure oder NSAIDs allergisch sind (siehe Abschnitt 4.3).
Ältere Menschen
Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen bei NSAIDs, insbesondere für gastrointestinale Blutungen und Perforationen, die tödlich sein können (siehe Abschnitt 4.2 und unten).
Gastrointestinale Effekte
Gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen, die tödlich sein können, wurden mit allen NSAIDs zu jedem Zeitpunkt der Behandlung berichtet, ohne dass es notwendigerweise Warnsymptome oder eine Vorgeschichte schwerwiegender gastrointestinaler Nebenwirkungen gab.
Das Risiko für gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen steigt mit der Dosis bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Ulzera, insbesondere bei Komplikationen wie Blutungen oder Perforationen (siehe Abschnitt 4.3) sowie bei älteren Menschen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit der niedrigsten möglichen Dosis begonnen werden. Ein Schutz der Schleimhaut (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) sollte für diese Patienten in Betracht gezogen werden, ebenso wie für Patienten, die eine Behandlung mit niedrigen Dosen von Acetylsalicylsäure oder anderen Arzneimitteln benötigen, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können (siehe unten und Abschnitt 4.5).
Patienten mit einer gastrointestinalen Vorgeschichte, insbesondere ältere Patienten, sollten ungewöhnliche abdominale Symptome (insbesondere gastrointestinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn der Behandlung.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Risiko für Ulzerationen oder Blutungen erhöhen können, wie orale Kortikosteroide, orale Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Auftreten von Blutungen oder Ulzerationen bei einem Patienten, der SPEDIFEN 200 mg, Tablette erhält, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
NSAIDs sollten mit Vorsicht und unter enger Überwachung bei Patienten mit einer Vorgeschichte von gastrointestinalen Erkrankungen (hämorrhagische Kolitis, Morbus Crohn) angewendet werden, da ein Risiko für eine Verschlechterung der Erkrankung besteht (siehe Abschnitt 4.8).
Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Effekte
Eine angemessene Überwachung und Empfehlungen sind bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Bluthochdruck und/oder leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz erforderlich, da Fälle von Flüssigkeitsretention und Ödemen im Zusammenhang mit der Behandlung mit NSAIDs berichtet wurden.
Klinische Studien legen nahe, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg pro Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden sein kann. Insgesamt legen epidemiologische Studien nicht nahe, dass niedrige Dosen von Ibuprofen (z.B. ≤ 1200 mg pro Tag) mit einem erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse verbunden sind.
Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, kongestiver Herzinsuffizienz (NYHA II-III), etablierter Herzischämie, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder Schlaganfall sollten nur nach gründlicher Untersuchung mit Ibuprofen behandelt werden, und hohe Dosen (2400 mg pro Tag) sollten vermieden werden.
Eine gründliche Untersuchung sollte auch vor Beginn einer Langzeitbehandlung bei Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes, Rauchen) durchgeführt werden, insbesondere wenn hohe Dosen (2400 mg pro Tag) erforderlich sind.
Fälle des Kounis-Syndroms wurden bei Patienten berichtet, die mit SPEDIFEN 200 mg, Tablette behandelt wurden. Das Kounis-Syndrom wurde als kardiovaskuläre Symptome definiert, die sekundär zu einer allergischen oder Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, die mit einer Verengung der Koronararterien verbunden ist und zu einem Herzinfarkt führen kann.
Verschleierung der Symptome einer zugrunde liegenden Infektion
Dieses Arzneimittel kann die Symptome einer Infektion verschleiern, was die Einleitung einer angemessenen Behandlung verzögern und so den Verlauf der Infektion verschlimmern kann. Dies wurde bei bakterieller ambulant erworbener Pneumonie und bakteriellen Komplikationen der Windpocken beobachtet.
Wenn dieses Arzneimittel zur Linderung von Fieber oder Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, wird empfohlen, die Infektion zu überwachen. Außerhalb des Krankenhauses sollte der Patient einen Arzt aufsuchen, wenn die Symptome anhalten oder sich verschlimmern.
Hautreaktionen
Schwere Hautreaktionen (SCAR), wie exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS oder Überempfindlichkeitssyndrom) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten dieser Reaktionen traten im ersten Behandlungsmonat auf.
Bei Auftreten von Anzeichen und Symptomen, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte die Einnahme von Ibuprofen sofort abgebrochen und eine andere Behandlung in Betracht gezogen werden (falls erforderlich).
Windpocken können in Ausnahmefällen schwere infektiöse Komplikationen der Haut und des Weichgewebes verursachen. Bisher kann die fördernde Rolle von NSAIDs bei der Verschlimmerung dieser Infektionen nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher ratsam, die Anwendung von SPEDIFEN 200 mg, Tablette bei Windpocken zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.8).
Funktionelle Niereninsuffizienz
NSAIDs können durch Hemmung der vasodilatatorischen Wirkung der renalen Prostaglandine eine funktionelle Niereninsuffizienz durch Verringerung der glomerulären Filtration verursachen. Diese Nebenwirkung ist dosisabhängig.
Zu Beginn der Behandlung oder nach Dosiserhöhung wird eine Überwachung der Diurese und der Nierenfunktion bei Patienten mit folgenden Risikofaktoren empfohlen:
- ältere Menschen,
- begleitende Medikamente wie: ACE-Hemmer, Sartane, Diuretika (siehe Abschnitt 4.5),
- Hypovolämie jeglicher Ursache,
- Herzinsuffizienz,
- chronische Niereninsuffizienz,
- nephrotisches Syndrom,
- lupische Nephropathie,
- dekompensierte Leberzirrhose.
Wasser- und Natriumretention
Wasser- und Natriumretention mit der Möglichkeit von Ödemen, Bluthochdruck oder Verschlimmerung von Bluthochdruck, Verschlimmerung von Herzinsuffizienz. Eine klinische Überwachung ist erforderlich, sobald die Behandlung bei Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz beginnt. Eine Verringerung der Wirkung von Antihypertensiva ist möglich (siehe Abschnitt 4.5).
Hyperkaliämie
Hyperkaliämie, begünstigt durch Diabetes oder eine gleichzeitige Behandlung mit hyperkaliämischen Medikamenten (siehe Abschnitt 4.5).
In diesen Fällen sollte regelmäßig der Kaliumspiegel überwacht werden.
Die Einnahme dieses Arzneimittels sollte vermieden werden, wenn eine Behandlung mit einem anderen nicht-steroidalen Antirheumatikum, einem oralen Antikoagulans, Lithium, Acetylsalicylsäure in analgetischen, antipyretischen oder entzündungshemmenden Dosen, Methotrexat in Dosen über 20 mg pro Woche, niedermolekularen Heparinen und verwandten Substanzen und unfraktionierten Heparinen (in therapeutischen Dosen und/oder bei älteren Menschen), Pemetrexed bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.5).
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Ibuprofen, wie jedes Medikament, das die Synthese von Cyclooxygenasen und Prostaglandinen hemmt, kann die Fruchtbarkeit durch eine Wirkung auf den Eisprung beeinträchtigen. Diese Wirkung ist nach Absetzen der Behandlung reversibel. Die Anwendung von Ibuprofen wird bei Frauen, die schwanger werden möchten, nicht empfohlen.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen.
Besondere Aufmerksamkeit ist geboten bei der Einleitung der Behandlung mit Ibuprofen bei stark dehydrierten Patienten.
Regelmäßige und langfristige Anwendung von Analgetika birgt das Risiko von Kopfschmerzen und analgetischer Nephropathie.
Ein Bronchospasmus kann bei Patienten mit oder mit einer Vorgeschichte von Asthma bronchiale oder allergischen Erkrankungen auftreten.
Ibuprofen kann die objektiven und subjektiven Anzeichen einer Infektion verschleiern. In Einzelfällen wurde eine Verschlimmerung der infektiösen Entzündung (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasziitis) zeitlich im Zusammenhang mit der Anwendung von NSAIDs beschrieben. Ibuprofen sollte daher bei Patienten mit einer Infektion mit Vorsicht angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Kollagenkrankheiten, die nicht systemischer Lupus erythematodes sind (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Auftreten von Sehstörungen während der Behandlung sollte eine vollständige augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden.
Bei Langzeitbehandlungen wird empfohlen, das Blutbild, die Leber- und Nierenfunktionen zu überwachen.
Dieses Arzneimittel enthält 41 mg Natrium pro Tablette, was 2,05 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g pro Erwachsenem entspricht.
Pädiatrische Population (Alter ≥ 12 Jahre und < 18 Jahre)
Es besteht ein Risiko für Nierenschäden bei dehydrierten Kindern/Jugendlichen.
4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Risiko im Zusammenhang mit Hyperkaliämie
Bestimmte Medikamente oder therapeutische Klassen können das Auftreten von Hyperkaliämie begünstigen: Kaliumsalze, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten, nicht-steroidale Antirheumatika, Heparine (niedermolekular oder unfraktioniert), Immunsuppressiva wie Ciclosporin oder Tacrolimus, Trimethoprim.
Die Kombination dieser Medikamente erhöht das Risiko einer Hyperkaliämie. Dieses Risiko ist besonders hoch bei kaliumsparenden Diuretika, insbesondere wenn sie miteinander oder mit Kaliumsalzen kombiniert werden, während die Kombination eines ACE-Hemmers und eines NSAIDs ein geringeres Risiko darstellt, sofern die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Um die spezifischen Risiken und Einschränkungen von hyperkaliämischen Medikamenten zu erfahren, sollten die spezifischen Wechselwirkungen jeder Substanz berücksichtigt werden.
Einige Substanzen, wie Trimethoprim, unterliegen jedoch keinen spezifischen Wechselwirkungen in Bezug auf dieses Risiko. Dennoch können sie als fördernde Faktoren wirken, wenn sie mit anderen Medikamenten wie den oben genannten kombiniert werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen mit den folgenden Produkten erfordert eine sorgfältige klinische und biologische Überwachung des Patienten:
Kontraindizierte Kombination
+ Mifamurtid
Bei hohen Dosen von NSAIDs besteht das Risiko einer geringeren Wirksamkeit von Mifamurtid.
Nicht empfohlene Kombinationen (siehe Abschnitt 4.4)
+ Andere NSAIDs
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische gastrointestinale Effekte.
+ Acetylsalicylsäure in entzündungshemmenden Dosen (≥ 1 g pro Dosis und/oder ≥ 3 g pro Tag) oder in analgetischen oder antipyretischen Dosen (≥ 500 mg pro Dosis und/oder < 3 g pro Tag)
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische gastrointestinale Effekte.
+ Orale Antikoagulanzien
Erhöhtes Blutungsrisiko des oralen Antikoagulans (Schädigung der gastro-duodenalen Schleimhaut durch NSAIDs). NSAIDs können die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, ist eine enge klinische und biologische Überwachung erforderlich.
+ Heparine (in therapeutischen Dosen und/oder bei älteren Menschen)
Erhöhtes Blutungsrisiko (Schädigung der gastro-duodenalen Schleimhaut durch NSAIDs).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, ist eine enge klinische Überwachung erforderlich.
+ Lithium
Erhöhung der Lithiumkonzentration im Blut, die toxische Werte erreichen kann (Verringerung der renalen Ausscheidung von Lithium).
Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, sollte die Lithiumkonzentration im Blut eng überwacht und die Lithiumdosis während der Kombination und nach Absetzen des NSAIDs angepasst werden.
+ Methotrexat, angewendet in Dosen über 20 mg/Woche
Erhöhte Toxizität, insbesondere hämatologisch, von Methotrexat (Verringerung der renalen Clearance von Methotrexat durch Antirheumatika).
+ Nicorandil
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische gastrointestinale Effekte.
+ Pemetrexed (bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
Risiko einer erhöhten Toxizität von Pemetrexed (Verringerung der renalen Clearance durch NSAIDs).
Kombinationen, die Vorsichtsmaßnahmen erfordern
+ Aminoglykoside
NSAIDs können die Ausscheidung von Aminoglykosiden reduzieren.
+ Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Menschen, Dehydratation, begleitende Behandlung mit Diuretika, eingeschränkte Nierenfunktion), durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese von renalen Prostaglandinen. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der antihypertensiven Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Antibiotika der Chinolon-Gruppe
Die Kombination mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) kann das Risiko von Krampfanfällen erhöhen.
+ Ciclosporin, Tacrolimus
Risiko einer additiven nephrotoxischen Wirkung, insbesondere bei älteren Menschen.
Die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung mit NSAIDs überwachen.
+ Cobimetinib
Erhöhtes Blutungsrisiko.
Klinische Überwachung.
+ Diuretika
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Menschen, dehydriert, unter Diuretika, mit eingeschränkter Nierenfunktion), durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese von renalen Prostaglandinen. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der antihypertensiven Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Hypoglykämika
Ibuprofen verstärkt die hypoglykämische Wirkung von oralen Hypoglykämika und Insulin. Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein.
+ ACE-Hemmer
Akutes Nierenversagen bei Risikopatienten (ältere Menschen, Dehydratation, begleitende Behandlung mit Diuretika, eingeschränkte Nierenfunktion), durch Verringerung der glomerulären Filtration infolge einer Verringerung der Synthese von renalen Prostaglandinen. Diese Effekte sind in der Regel reversibel. Darüber hinaus Verringerung der antihypertensiven Wirkung.
Den Patienten hydratisieren und die Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Kombination überwachen.
+ Mifepriston
Die Kombination mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAIDs) kann die Exposition gegenüber NSAIDs erhöhen. Eine Verringerung der Wirksamkeit von Mifepriston ist theoretisch möglich aufgrund der anti-prostaglandinischen Eigenschaften von NSAIDs. Studien zu den Auswirkungen von Ibuprofen bei einmaliger oder wiederholter Verabreichung, die am Tag der Verabreichung der Prostaglandine (oder bei Bedarf) begonnen wurden, zeigten keine schädlichen Auswirkungen auf die Wirkung von Mifepriston oder auf die allgemeine klinische Wirksamkeit des Schwangerschaftsabbruchprotokolls.
+ Methotrexat, angewendet in Dosen von 20 mg/Woche oder weniger
Erhöhte Toxizität, insbesondere hämatologisch, von Methotrexat (Verringerung der renalen Clearance von Methotrexat durch Antirheumatika).
Wöchentliche Kontrolle des Blutbildes während der ersten Wochen der Kombination.
Erhöhte Überwachung bei eingeschränkter (auch leichter) Nierenfunktion sowie bei älteren Menschen.
+ Pemetrexed (bei Patienten mit normaler Nierenfunktion)
Risiko einer erhöhten Toxizität von Pemetrexed (Verringerung der renalen Clearance durch NSAIDs).
Biologische Überwachung der Nierenfunktion.
+ Phytotherapeutische Produkte
Die Kombination von Ginkgo biloba und NSAIDs kann das Blutungsrisiko erhöhen.
+ Tenofovir Disoproxil
Risiko einer erhöhten Nephrotoxizität von Tenofovir, insbesondere bei hohen Dosen des Antirheumatikums oder bei Vorliegen von Risikofaktoren für Niereninsuffizienz.
Bei Kombination die Nierenfunktion überwachen.
+ Voriconazol oder Fluconazol
Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen könnte die Exposition gegenüber Ibuprofen sowie dessen Plasmakonzentrationen erhöhen.
+ Zidovudin
Die gleichzeitige Verabreichung von Zidovudin und Ibuprofen kann das Risiko von Hämarthrosen und Hämatomen bei HIV-infizierten Hämophilie-Patienten erhöhen.
Kombinationen, die berücksichtigt werden sollten
+ Acetylsalicylsäure in antiaggregierenden Dosen (von 50 mg bis 375 mg pro Tag in 1 oder mehreren Dosen)
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische gastrointestinale Effekte.
Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen und Acetylsalicylsäure wird im Allgemeinen nicht empfohlen, da das Potenzial für unerwünschte Wirkungen erhöht ist.
Experimentelle Daten legen nahe, dass Ibuprofen die Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation bei gleichzeitiger Verabreichung kompetitiv hemmt. Obwohl es Unsicherheiten hinsichtlich der Extrapolation dieser Daten auf klinische Situationen gibt, kann die Möglichkeit, dass eine regelmäßige, langfristige Anwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure verringern könnte, nicht ausgeschlossen werden. Ein klinisch relevanter Effekt wird bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen nicht als wahrscheinlich angesehen (siehe Abschnitt 5.1).
+ Thrombozytenaggregationshemmer
Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
+ Betablocker (außer Esmolol) (einschließlich Augentropfen)
Verringerung der antihypertensiven Wirkung (Hemmung der vasodilatatorischen Prostaglandine durch nicht-steroidale Antirheumatika).
+ Deferasirox
Erhöhtes Risiko für ulzerogene und hämorrhagische gastrointestinale Effekte.
+ Glukokortikoide (außer Hydrocortison)
Erhöhtes Risiko für Ulzerationen und gastrointestinale Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
+ Heparine (in prophylaktischen Dosen)
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Gemischte adrenerge-serotoninerge Medikamente
Erhöhtes Blutungsrisiko.
Auswirkungen auf die Ergebnisse diagnostischer Tests:
- Blutungszeit (mögliche Verlängerung der Blutungszeit bis zu 1 Tag nach Absetzen der Behandlung)
- Blutzucker (mögliche Reduktion)
- Kreatinin-Clearance (mögliche Reduktion)
- Hämatokrit oder Hämoglobin (mögliche Reduktion)
- Konzentrationen von Blutstickstoff, Serumkreatinin, Kalium (mögliche Erhöhung)
- Leberfunktionstest (mögliche Erhöhung der Transaminasen)
4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Ab dem Beginn des 6. Schwangerschaftsmonats (24 Wochen Amenorrhoe): Jede Einnahme von SPEDIFEN 200 mg, Tablette, auch einmalig, ist kontraindiziert. Eine einmalige Einnahme ab 24 Wochen Amenorrhoe rechtfertigt eine echokardiographische und renale Kontrolle des Fötus und/oder Neugeborenen.
Außer bei absoluter Notwendigkeit sollte SPEDIFEN 200 mg, Tablette nicht bei Frauen verschrieben werden, die eine Schwangerschaft planen oder während der ersten 5 Monate der Schwangerschaft (vor 24 Wochen Amenorrhoe). In diesem Fall sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein. Eine verlängerte Einnahme wird dringend abgeraten.
Im Falle einer Einnahme ab der 20. Schwangerschaftswoche könnte eine kardiovaskuläre und renale Überwachung des Fötus erforderlich sein.
Im Falle von Oligohydramnion oder Verengung des Ductus arteriosus sollte die Behandlung mit SPEDIFEN 200 mg, Tablette abgebrochen werden.
Die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch NSAIDs kann den Verlauf der Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des Embryos oder Fötus beeinflussen.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 1. Trimester
Epidemiologische Studien legen nahe, dass eine Behandlung mit einem Inhibitor der Prostaglandinsynthese im 1. Schwangerschaftstrimester mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten verbunden ist.
Für einige NSAIDs wird auch ein erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen und Bauchwanddefekte (Gastroschisis) beschrieben. Das absolute Risiko für fötale kardiovaskuläre Fehlbildungen stieg von weniger als 1% auf etwa 1,5% bei Exposition im 1. Trimester. Das Risiko scheint mit der Dosis und der Dauer der Behandlung zu steigen.
Bei Tieren führt die Verabreichung eines Inhibitors der Prostaglandinsynthese während der Organogenese zu einem erhöhten prä- und postimplantatorischen Verlust, einer erhöhten Embryo-Fötal-Letalität und einer höheren Inzidenz bestimmter Fehlbildungen, einschließlich kardiovaskulärer.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 2. und 3. Trimester
- Ab der 12. Schwangerschaftswoche
Die mütterliche Einnahme eines NSAIDs birgt das Risiko einer funktionellen Nierenschädigung beim Fötus:
- o In utero (Einleitung der fötalen Diurese): Ein Oligohydramnion kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten. Dies ist in der Regel reversibel nach Absetzen der Behandlung. Es kann sich zu einem Anamnios entwickeln, insbesondere bei längerer Exposition gegenüber einem NSAID.
- o Bei der Geburt: Eine Niereninsuffizienz (reversibel oder nicht) kann beobachtet werden oder bestehen bleiben, insbesondere bei später und längerer Exposition mit einem Risiko für schwere verzögerte Hyperkaliämie.
- Ab der 20. Schwangerschaftswoche:
Neben der funktionellen Nierenschädigung (siehe oben) birgt die mütterliche Einnahme eines NSAIDs das Risiko einer Verengung des Ductus arteriosus (meist reversibel nach Absetzen der Behandlung).
- Ab der 24. Schwangerschaftswoche:
Das Risiko einer kardiopulmonalen Toxizität (vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie) wird größer und kann zu einer rechtsseitigen Herzinsuffizienz des Fötus oder Neugeborenen führen, oder sogar zu einem fötalen Tod in utero. Dieses Risiko ist umso größer und weniger reversibel, je näher die Einnahme am Geburtstermin liegt. Dieser Effekt tritt auch bei einmaliger Einnahme auf.
Am Ende der Schwangerschaft (nahe dem Geburtstermin) birgt die Einnahme von NSAIDs auch für die Mutter und das Neugeborene das Risiko:
einer Verlängerung der Blutungszeit aufgrund einer antiaggregierenden Wirkung, die auch nach Verabreichung sehr niedriger Dosen des Arzneimittels auftreten kann;
einer Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu einer Verzögerung des Geburtstermins oder einer verlängerten Geburt führen kann.
Stillzeit
Ibuprofen und seine Abbauprodukte/Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Es werden jedoch keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind erwartet, wenn SPEDIFEN 200 mg, Tablette in therapeutischen Dosen verabreicht wird. Da die schädlichen Auswirkungen auf das gestillte Kind noch unbekannt sind, ist es in der Regel nicht erforderlich, das Stillen bei kurzfristiger Behandlung mit der empfohlenen Dosis bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber zu unterbrechen.
Fertilität
Wenn Ibuprofen bei einer Frau angewendet wird, die schwanger werden möchte, sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein.
4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Die Patienten sollten auf das mögliche Auftreten von Schwindel und Sehstörungen hingewiesen werden.
Eine einmalige Einnahme oder kurzfristige Anwendung erfordert in der Regel keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
SPEDIFEN 200 mg, Tablette hat daher nur einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8. Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen sind hauptsächlich auf die pharmakologischen Wirkungen von Ibuprofen auf die Prostaglandinsynthese zurückzuführen.
Klinische Studien legen nahe, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hohen Dosen (2400 mg pro Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden sein kann (siehe Abschnitt 4.4).
Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind gastrointestinaler Natur. Peptische Ulzera, Perforationen oder gastrointestinale Blutungen, die tödlich sein können, können auftreten, insbesondere bei älteren Menschen (siehe Abschnitt 4.4).
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Dyspepsie, ulzerative Stomatitis, Bauchschmerzen, Melaena, Hämatemesis, Verschlimmerung einer Kolitis oder einer Crohn-Krankheit (siehe Abschnitt 4.4) wurden nach der Verabreichung von NSAIDs berichtet. Seltener wurden Gastritiden beobachtet.
Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit NSAIDs berichtet.
Die folgende Tabelle listet die Nebenwirkungen nach Organsystemklassen und Häufigkeit auf (sehr häufig [≥ 1/10], häufig [≥ 1/100, < 1/10], gelegentlich [≥ 1/1 000, < 1/100], selten [≥ 1/10 000, < 1/1 000], sehr selten [< 1/10 000] und Häufigkeit unbekannt [kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden]).
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Sehr häufig
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Häufig
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Gelegentlich
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Selten
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Sehr selten
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Häufigkeit unbekannt
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Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
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Thrombozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie
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Anämie und hämolytische Anämie
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Erkrankungen des Immunsystems
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Allergische Reaktion
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Anaphylaxie
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Anaphylaktischer Schock
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Erkrankungen des Nervensystems
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Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
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Aseptische Meningitis
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Augenerkrankungen
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Sehstörung
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Papillenödem
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Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
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Hörstörung
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Herzerkrankungen
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Herzinsuffizienz, Kounis-Syndrom
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Gefäßerkrankungen
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Arterielle Thrombose, Bluthochdruck, Hypotonie
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Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
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Asthma, verschlimmertes Asthma, Bronchospasmus, Dyspnoe
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Reizung des Rachens
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Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
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Dyspepsie, Durchfall
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Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen
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Peptisches Ulkus, gastrointestinale Blutung, Erbrechen, Melaena, Gastritis
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Gastrointestinale Perforation, Verstopfung, Hämatemesis, ulzerative Stomatitis, verschlimmerte Kolitis, verschlimmerte Crohn-Krankheit
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Anorexie, okkulte Blutungen
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Leber- und Gallenerkrankungen
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Lebererkrankung
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Leberschädigung, Hepatitis, Ikterus
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Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
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Hautstörung, Ausschlag
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Angioödem, Purpura, Pruritus, Urtikaria
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Schwere Hautreaktionen (SCAR) (einschließlich bullöser Reaktion, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse)
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Photosensibilitätsreaktion, verschlimmerte Hautreaktion, schwere infektiöse Komplikationen der Haut und des Weichgewebes bei Windpocken, verschlimmerte chronische Urtikaria, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS oder Überempfindlichkeitssyndrom), akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
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Erkrankungen der Nieren und Harnwege
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Hämaturie
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Niereninsuffizienz, interstitielle Nephritis, Papillennekrose
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Oligurie
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Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
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Ödem
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Untersuchungen
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Abnormer Leberfunktionstest
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Abnormer Nierenfunktionstest
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Pädiatrische Population
Basierend auf den gesammelten klinischen Erfahrungen wurde kein klinisch signifikanter Unterschied im Sicherheitsprofil zwischen Erwachsenen und der zugelassenen pädiatrischen Population (≥ 12 Jahre) in Bezug auf Art, Häufigkeit, Schwere und Reversibilität der Nebenwirkungen beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung des Arzneimittels ist wichtig. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Gesundheitsfachkräfte melden jeden Verdacht auf Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem: Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) und Netzwerk der regionalen Zentren für Pharmakovigilanz - Website: https://signalement.social-sante.gouv.fr.
4.9. Überdosierung
Symptome
Die Symptome einer Überdosierung sind in der Regel: Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (blutig) und Durchfall (blutig), Schwindel, Krämpfe, Nystagmus und Doppeltsehen, Kopfschmerzen und Tinnitus. Eine längere Anwendung in Dosen über den empfohlenen oder eine Überdosierung kann zu einer renalen tubulären Azidose und Hypokaliämie führen. Bei schwerer Vergiftung kann eine metabolische Azidose mit Nierenfunktionsstörungen, Hypotonie, Bewusstseinsstörungen und Koma auftreten (es wurde nicht eindeutig festgestellt, ob die Nierenfunktionsstörungen eine Folge der Vergiftung oder der Hypotonie sind).
Behandlung im Falle einer Überdosierung
Krankenhausüberweisung: Es gibt kein spezifisches Antidot für Ibuprofen. Der Magen sollte so schnell wie möglich entleert werden. Der Patient sollte, wenn möglich, erbrechen. Aktivkohle kann verabreicht werden, um die Aufnahme von Ibuprofen zu verringern. Eine schnelle Entfernung des aufgenommenen Produkts durch Magenspülung und eine Korrektur schwerer Elektrolytstörungen sollten in Betracht gezogen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Sonstige Analgetika und Antipyretika, ATC-Code: N02B.
Ibuprofen ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum, das zur Gruppe der Propionsäurederivate gehört, abgeleitet von der Arylessigsäure. Es besitzt folgende Eigenschaften:
- analgetische Eigenschaft,
- antipyretische Eigenschaft,
- entzündungshemmende Eigenschaft,
- Eigenschaft der kurzfristigen Hemmung der Thrombozytenfunktion.
Alle diese Eigenschaften sind mit einer Hemmung der Prostaglandinsynthese verbunden.
Experimentelle Daten legen nahe, dass Ibuprofen die Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation bei gleichzeitiger Verabreichung kompetitiv hemmt. Pharmakodynamische Studien zeigen, dass bei Einnahme von Einzeldosen von Ibuprofen 400 mg innerhalb von 8 Stunden vor oder 30 Minuten nach der Verabreichung von sofort freisetzendem Acetylsalicylsäure (81 mg) eine Verringerung der Wirkung von Acetylsalicylsäure auf die Thromboxanbildung oder die Thrombozytenaggregation auftritt. Obwohl es Unsicherheiten hinsichtlich der Extrapolation dieser Daten auf klinische Situationen gibt, kann die Möglichkeit, dass eine regelmäßige, langfristige Anwendung von Ibuprofen die kardioprotektive Wirkung niedriger Dosen von Acetylsalicylsäure verringern könnte, nicht ausgeschlossen werden. Ein klinisch relevanter Effekt wird bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen nicht als wahrscheinlich angesehen (siehe Abschnitt 4.5).
Bei post-extraktionellen Zahnschmerzen wurde die analgetische Wirkung von SPEDIFEN früher beobachtet als bei einer konventionellen Form von Ibuprofen.
5.2. Pharmakokinetische Eigenschaften
Absorption
Die maximale Serumkonzentration wird etwa 30 Minuten nach oraler Verabreichung erreicht. Sie beträgt 23,75 ± 4,5 µg/ml für die Dosis von 200 mg.
Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln beeinflusst die Absorptionsrate nicht, verzögert jedoch die Absorption um etwa 1 Stunde, was zu einer niedrigeren Cmax (ca. 50 %) führt.
Verteilung
Die Verabreichung von Ibuprofen führt nicht zu Akkumulationsphänomenen. Es ist zu 99 Prozent an Plasmaproteine gebunden.
Im Synovialflüssigkeit findet sich Ibuprofen mit stabilen Konzentrationen zwischen der zweiten und achten Stunde nach der Einnahme, wobei die synoviale Cmax etwa ein Drittel der Plasmakonzentration beträgt.
Nach der Einnahme von 400 mg Ibuprofen alle 6 Stunden durch stillende Frauen beträgt die Menge an Ibuprofen, die in ihrer Milch gefunden wird, weniger als 1 mg pro 24 Stunden.
Biotransformation
Ibuprofen hat keine enzyminduzierende Wirkung. Es wird zu 90 % in Form inaktiver Metaboliten metabolisiert.
Ausscheidung
Die Plasmahalbwertszeit beträgt 1 bis 2 Stunden. Mehr als 90 % der Dosis werden im Urin in Form von Metaboliten und konjugierten Produkten gefunden.
Weniger als 1 % wird unverändert im Urin ausgeschieden.
Linearität/Nicht-Linearität
Die Pharmakokinetik von freiem Ibuprofen ist bei therapeutischen Dosen linear. Die Pharmakokinetik von Gesamt-Ibuprofen ist jedoch nach oraler Verabreichung von mehr als 800 mg Ibuprofen nicht mehr linear. Diese Nicht-Linearität wird der Sättigung der Plasmaproteinbindung zugeschrieben.
Besondere Populationen
Ältere Menschen
Es wurden keine Anzeichen von Akkumulation oder Retention in spezifischen Kompartimenten bei älteren Menschen beobachtet. Eine Dosisanpassung ist daher nicht gerechtfertigt (siehe Abschnitt 4.2).
Niereninsuffizienz
Eine leichte bis mittelschwere Niereninsuffizienz scheint die Plasmaeliminationshalbwertszeit nicht zu verlängern. Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz sollten kein Ibuprofen einnehmen, da dies wahrscheinlich das Risiko einer systemischen Akkumulation erhöhen würde (siehe Abschnitt 4.3).
Leberinsuffizienz
Es gibt wenig Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Plasma-Pharmakokinetik bei leichter Leberinsuffizienz. Patienten mit schwerer Lebererkrankung sollten kein Ibuprofen einnehmen, da dies wahrscheinlich das Risiko einer systemischen Akkumulation erhöhen würde (siehe Abschnitt 4.3).
Pädiatrische Population
Die Pharmakokinetik von Ibuprofen bei Kindern ab 12 Jahren ist vergleichbar mit der bei Erwachsenen.
5.3. Präklinische Sicherheitsdaten
Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung bei Tieren haben Läsionen und Ulzerationen des Verdauungstrakts gezeigt. In-vitro- und in-vivo-Genotoxizitätsstudien haben keine klinisch relevanten Daten zu einem mutagenen Potenzial von Ibuprofen geliefert. Studien an Ratten und Mäusen haben keine karzinogene Wirkung von Ibuprofen gezeigt.
Ibuprofen hemmt den Eisprung bei Kaninchen und führt zu Implantationsstörungen bei verschiedenen Tierarten (Kaninchen, Ratte, Maus). Studien an Ratten und Kaninchen haben gezeigt, dass Ibuprofen die Plazenta passiert. Nach der Verabreichung von für die Mutter toxischen Dosen bei Ratten wurde eine erhöhte Inzidenz von Fehlbildungen (ventrikuläre Septumdefekte) bei ihrem Nachwuchs festgestellt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1. Liste der sonstigen Bestandteile
Arginin, Natriumbicarbonat, Crospovidon, Magnesiumstearat, gereinigtes Wasser
6.2. Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3. Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre.
6.4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung.
6.5. Art und Inhalt des Behältnisses
12, 16, 20 oder 30 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
Es müssen nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht werden.
6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
ZAMBON FRANCE S.A.
13, RUE RENE JACQUES
92138 ISSY-LES-MOULINEAUX CEDEX
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
- 34009 360 811 0 9 : 12 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
- 34009 360 812 7 7 : 16 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
- 34009 360 813 3 8 : 20 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
- 34009 360 815 6 7 : 30 Tabletten in Blisterpackungen (Aluminium/PE//Aluminium/PE/Polyamid).
9. DATUM DER ERSTZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
[vom Inhaber später auszufüllen]
10. STAND DER INFORMATION
[vom Inhaber später auszufüllen]
11. DOSIMETRIE
Nicht zutreffend.
12. ANWEISUNGEN FÜR DIE HERSTELLUNG VON RADIOPHARMAZEUTIKA
Nicht zutreffend.
VERORDNUNGS- UND ABGABEBESTIMMUNGEN
Arzneimittel nicht verschreibungspflichtig.