ANSM - Aktualisiert am: 26/06/2024
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
FLUIMUCIL 600 mg ERWACHSENE, Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen in Beuteln, gesüßt mit Sorbitol und Aspartam
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Acetylcystein … 600 mg
Pro Beutel.
Hilfsstoffe mit bekannter Wirkung:
- 75 mg Aspartam (E 951)
- 2 025 mg Sorbitol (E 420)
- 300 mg Orangenaroma (enthält Glucose und Laktose)
Für die vollständige Liste der Hilfsstoffe siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen in Beuteln.
Weißes Granulat.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1. Anwendungsgebiete
FLUIMUCIL ist bei Erwachsenen zur Behandlung von bronchialen Erkrankungen angezeigt, bei denen eine Reduzierung der Viskosität der Bronchialsekrete erforderlich ist, um das Abhusten zu erleichtern, insbesondere bei akuter Bronchitis.
4.2. Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Erwachsene
600 mg Acetylcystein (1 Beutel) einmal täglich.
Die maximale Tagesdosis darf 600 mg nicht überschreiten.
Pädiatrische Population
FLUIMUCIL ist nicht für Kinder unter 18 Jahren angezeigt.
FLUIMUCIL ist bei Kindern unter 2 Jahren kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3) und nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Einen Beutel in einer kleinen Menge Wasser auflösen. Die resultierende Lösung ist opaleszent und hat einen charakteristischen Orangengeruch, der mit einem leichten Schwefelgeruch verbunden ist.
Nach vollständiger Auflösung des Arzneimittels sollte die Lösung sofort getrunken werden.
FLUIMUCIL sollte nicht mit anderen Arzneimitteln aufgelöst werden.
Die Lösung kann während oder außerhalb der Mahlzeiten eingenommen werden.
Acetylcystein wird als symptomatische Behandlung verwendet und sollte nicht länger als 8 bis 10 Tage ohne ärztlichen Rat verabreicht werden.
Patienten mit reduziertem Hustenreflex (ältere oder geschwächte Patienten) sollten FLUIMUCIL morgens einnehmen.
4.3. Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten Hilfsstoffe.
Kinder unter 2 Jahren.
Kinder und schwangere Frauen mit Phenylketonurie (siehe Abschnitt 4.6).
4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einem Magen-Darm-Geschwür oder einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Geschwüren, insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung anderer Arzneimittel, die dafür bekannt sind, die Magenschleimhaut zu reizen (siehe Abschnitt 4.8).
Fälle von Bronchospasmus wurden mit Acetylcystein beschrieben, insbesondere bei Patienten mit Asthma bronchiale. Bei Auftreten eines Bronchospasmus sollte die Einnahme von Acetylcystein sofort abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden.
In sehr seltenen Fällen wurden schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom während der Anwendung von Acetylcystein berichtet. In den meisten Fällen konnten diese Reaktionen durch die Grunderkrankung des Patienten und/oder die gleichzeitige Einnahme einer anderen Behandlung erklärt werden. Bei Auftreten neuer Haut- oder Schleimhautläsionen sollte der Patient sofort einen Arzt aufsuchen und die Behandlung mit Acetylcystein aus Vorsichtsgründen abgebrochen werden.
Die Verabreichung von Acetylcystein kann insbesondere zu Beginn der Behandlung die Bronchialsekrete verflüssigen und deren Volumen erhöhen. Wenn der Patient nicht in der Lage ist, effektiv abzuhusten, sollten eine posturale Drainage und eine bronchiale Absaugung durchgeführt werden.
Acetylcystein sollte nicht gleichzeitig mit einem anderen Hustenmittel verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.5).
Da Acetylcystein den Histaminstoffwechsel mäßig beeinflussen kann, ist Vorsicht geboten, wenn das Arzneimittel im Rahmen einer Langzeitbehandlung bei Patienten mit Histaminintoleranz verabreicht wird, da Intoleranzsymptome auftreten können (Kopfschmerzen, vasomotorische Rhinitis, Juckreiz).
Der leichte Schwefelgeruch weist nicht auf eine Veränderung des Produkts hin, sondern ist charakteristisch für den Wirkstoff.
Wichtige Informationen über bestimmte Bestandteile
FLUIMUCIL enthält:
- 75 mg Aspartam pro Beutel. Bei oraler Einnahme wird Aspartam im Verdauungstrakt hydrolysiert. Eines der Hauptprodukte der Hydrolyse ist Phenylalanin.
- Glucose und Laktose (aus dem Orangenaroma): Patienten mit seltenen erblichen Problemen der Galactoseintoleranz, einem vollständigen Laktasemangel oder einer Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
- Sorbitol: Der additive Effekt der Einnahme von Produkten, die Sorbitol (oder Fructose) enthalten, und der Nahrungsaufnahme von Sorbitol (oder Fructose) sollte berücksichtigt werden. Der Sorbitolgehalt von oral eingenommenen Arzneimitteln kann die Bioverfügbarkeit anderer gleichzeitig verabreichter oraler Arzneimittel beeinflussen.
Pädiatrische Population
Bei Kindern unter 2 Jahren können Mukolytika eine bronchiale Verstopfung verursachen. Aufgrund der physiologischen Eigenschaften der Atemwege in dieser Altersgruppe kann die Fähigkeit zum Abhusten eingeschränkt sein. Mukolytika sollten daher bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Arzneimittelwechselwirkungen
Hustenmittel und Mukolytika wie Acetylcystein sollten nicht gleichzeitig verabreicht werden, da die Reduzierung des Hustenreflexes zu einer Ansammlung von Bronchialsekreten führen könnte.
Aktivkohle kann die Wirkung von Acetylcystein verringern.
Berichte über eine Inaktivierung von Antibiotika durch Acetylcystein betreffen bisher nur In-vitro-Tests, bei denen die betreffenden Substanzen direkt gemischt wurden. Bei notwendiger oraler Verabreichung anderer Arzneimittel oder Antibiotika wird jedoch empfohlen, diese im Abstand von 2 Stunden zu Acetylcystein zu verabreichen. Dies gilt nicht für Loracarbef.
Die gleichzeitige Verabreichung von Nitroglycerin und Acetylcystein führte zu einem signifikanten Blutdruckabfall und einer verstärkten Dilatation der Temporalarterie. Bei notwendiger gleichzeitiger Behandlung mit Nitroglycerin und Acetylcystein sollten die Patienten auf eine potenziell schwere Hypotonie überwacht und auf das mögliche Risiko von Kopfschmerzen hingewiesen werden.
Änderungen von Laboruntersuchungen
Acetylcystein kann die kolorimetrische Bestimmung von Salicylaten beeinflussen.
Acetylcystein kann die Bestimmung von Ketonkörpern im Urin beeinflussen.
Pädiatrische Population
Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Aufgrund seines Aspartamgehalts ist FLUIMUCIL bei schwangeren Frauen mit Phenylketonurie kontraindiziert.
Die Daten zur Anwendung von Acetylcystein bei schwangeren Frauen sind begrenzt. Studien an Tieren haben keine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Acetylcystein passiert die Plazentaschranke. Die verfügbaren Daten haben kein Risiko für das Kind gezeigt. Falls erforderlich, kann die Anwendung von FLUIMUCIL während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Acetylcystein in die Muttermilch übergeht, aber bei therapeutischen Dosen sind keine Auswirkungen von Acetylcystein auf den Säugling zu erwarten. FLUIMUCIL kann während der Stillzeit verwendet werden.
Fertilität
Die verfügbaren präklinischen Daten zeigen keine Auswirkungen von Acetylcystein auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Acetylcystein hat keine bekannten Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8. Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die häufigsten Nebenwirkungen bei der oralen Verabreichung von Acetylcystein sind gastrointestinale Effekte. Seltener wurden Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktischer Schock, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, Bronchospasmus, Dyspnoe, Angioödem, Tachykardie, Urtikaria, Hautausschlag und Pruritus) berichtet.
Liste der Nebenwirkungen in Tabellenform
In der nachstehenden Tabelle sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Häufigkeit [sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und Häufigkeit nicht bekannt (kann auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)] aufgeführt.
Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
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Systemorganklasse
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Nebenwirkungen
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Gelegentlich
(≥ 1/1 000, < 1/100)
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Selten
(≥ 1/10 000, < 1/1 000)
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Sehr selten
(< 1/10 000)
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Häufigkeit nicht bekannt
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Erkrankungen des Immunsystems
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Überempfindlichkeit
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Anaphylaktischer Schock
Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion
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Erkrankungen des Nervensystems
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Kopfschmerzen
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Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
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Tinnitus
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Herzerkrankungen
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Tachykardie
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Gefäßerkrankungen
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Blutung
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Atemwegserkrankungen, Thorax- und Mediastinalerkrankungen
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Bronchospasmus,
Dyspnoe
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Bronchiale Verstopfung
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Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
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Erbrechen,
Durchfall,
Stomatitis,
Abdominalschmerzen,
Übelkeit
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Dyspepsie
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Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
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Urtikaria, Hautausschlag, Angioödem, Pruritus
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Gesichtsödem
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Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
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Fieber
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Untersuchungen
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Blutdruckabfall*
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Verminderte Thrombozytenaggregation §
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* siehe Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
§ siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Eine verminderte Thrombozytenaggregation in Gegenwart von Acetylcystein wurde in mehreren Studien bestätigt. Die klinische Bedeutung ist noch nicht geklärt.
Acetylcystein kann bei Patienten mit einem Magen-Darm-Geschwür oder einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Geschwüren eine unerwünschte Wirkung auf die Magenschleimhaut haben (siehe Abschnitt 4.4).
Sehr selten wurden schwere Hautreaktionen im zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Acetylcystein berichtet, insbesondere Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom.
In den meisten Fällen wurde mindestens ein weiteres Arzneimittel als sehr wahrscheinlich an der Entstehung dieser mukokutanen Syndrome beteiligt identifiziert. Bei Auftreten solcher Syndrome sollten die Patienten einen Arzt aufsuchen und die Behandlung mit N-Acetylcystein sofort abbrechen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung des Arzneimittels ist wichtig. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige der Gesundheitsberufe melden jeden Verdachtsfall von Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem: Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) und Netzwerk der regionalen Zentren für Pharmakovigilanz - Website: https://signalement.social-sante.gouv.fr/.
4.9. Überdosierung
Es wurden keine Fälle von toxischer Überdosierung mit den oralen Darreichungsformen von Acetylcystein berichtet.
Gesunde Freiwillige erhielten 11,6 g Acetylcystein pro Tag über drei Monate, ohne dass schwerwiegende Nebenwirkungen auftraten. Orale Dosen von bis zu 500 mg Acetylcystein/kg Körpergewicht wurden ohne Symptome einer Vergiftung toleriert.
Symptome
Eine Überdosierung kann zu gastrointestinalen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot für Acetylcystein; die Behandlung ist symptomatisch.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Erkältungs- und Hustenmittel; Mukolytika, ATC-Code: R05CB01.
Wirkmechanismus und pharmakodynamische Effekte
Acetylcystein, der Wirkstoff von FLUIMUCIL, übt eine starke mukolytische und verflüssigende Wirkung auf schleimige und mukopurulente Sekrete aus. Es depolymerisiert die Mucoproteinkomplexe und Nukleinsäuren, die den klaren und eitrigen Bestandteilen des Auswurfs und anderer Sekrete ihre Viskosität verleihen.
Die Struktur des Moleküls ermöglicht es ihm, Zellmembranen leicht zu durchdringen. Innerhalb der Zelle wird Acetylcystein desazetyliert und bildet L-Cystein, das eine wesentliche Rolle bei der Synthese von Glutathion (GSH) spielt.
Diese Aktivitäten machen FLUIMUCIL besonders geeignet für die Behandlung von akuten und chronischen Atemwegsinfektionen, die durch dicke, viskose und mukopurulente Sekrete gekennzeichnet sind.
5.2. Pharmakokinetische Eigenschaften
Studien am Menschen mit markiertem Acetylcystein haben eine gute Resorption des Arzneimittels nach oraler Verabreichung gezeigt. In Bezug auf die Radioaktivität werden die Plasmaspitzen in 2 bis 3 Stunden erreicht. Die Messungen, die 5 Stunden nach der Verabreichung in der Lunge durchgeführt wurden, zeigen signifikante Konzentrationen von Acetylcystein.
Acetylcystein wird hauptsächlich in der Leber zu Cystein desazetyliert. Dieses Cystein wird hauptsächlich im Aminosäurestoffwechsel verwendet. Es bildet auch reversible Disulfidverbindungen mit Aminosäuren und Proteinen, die freie Sulfhydrylgruppen enthalten.
Schließlich werden hohe Dosen größtenteils in anorganisches Sulfat umgewandelt, das über den Urin ausgeschieden wird.
5.3. Präklinische Sicherheitsdaten
Die nichtklinischen Daten aus konventionellen Sicherheitspharmakologie-, Langzeittoxizitäts-, Genotoxizitäts- und Reproduktionsfunktionsstudien haben kein besonderes Risiko von Acetylcystein für den Menschen gezeigt.
Es wurden keine Studien zum kanzerogenen Potenzial von Acetylcystein durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1. Liste der sonstigen Bestandteile
Aspartam (E 951), Sorbitol (E 420), Orangenaroma (enthält Glucose und Laktose).
6.2. Inkompatibilitäten
Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3. Dauer der Haltbarkeit
Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen in Beuteln: 3 Jahre.
Die zubereitete Lösung sollte sofort nach der Rekonstitution verwendet werden.
6.4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Bei einer Temperatur von nicht mehr als 25 °C lagern.
6.5. Art und Inhalt des Behältnisses
FLUIMUCIL ist in Beuteln (Papier/Aluminium/Polyethylen) verpackt, die 3 g Granulat enthalten.
Eine Packung enthält 10 Beutel.
6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Zambon France S.A.
13 rue René Jacques
92138 Issy-les-Moulineaux cedex
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
- 34009 302 416 7 7: 3 g Granulat in Beutel (Papier/Aluminium/Polyethylen). Packung mit 10.
9. DATUM DER ERSTZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
[vom Inhaber später auszufüllen]
10. STAND DER INFORMATION
[vom Inhaber später auszufüllen]
11. DOSIMETRIE
Nicht zutreffend.
12. ANLEITUNG ZUR HERSTELLUNG VON RADIOPHARMAZEUTIKA
Nicht zutreffend.
VERORDNUNGS- UND ABGABEBESTIMMUNGEN
Arzneimittel nicht verschreibungspflichtig.