ANSM - Aktualisiert am: 13/04/2026
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Acide acétylsalicylique …
..100 mg
Für eine magensaftresistente Tablette.
Hilfsstoff mit bekannter Wirkung: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro magensaftresistente Tablette, d.h. es ist im Wesentlichen „natriumfrei“.
Für die vollständige Liste der Hilfsstoffe siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Magensaftresistente Tablette.
Runde, weiße Filmtablette mit einem Durchmesser von 7 mm.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1. Anwendungsgebiete
ASPIRINE PROTECT ist bei Erwachsenen für die folgenden Indikationen angezeigt:
- Prävention von sekundären kardiovaskulären und zerebrovaskulären Komplikationen bei Patienten mit atheromatöser ischämischer Erkrankung (z.B. Myokardinfarkt, stabile und instabile Angina pectoris, ischämischer Schlaganfall, konstituiert oder transitorisch).
- Prävention thromboembolischer Ereignisse nach chirurgischen oder vaskulären Eingriffen wie transluminale koronare Angioplastie, aortokoronarer Bypass, Karotisendarteriektomie, arteriovenöser Shunt.
- Reduktion der Okklusion von Transplantaten nach aortokoronarer Bypass-Operation.
Dieses Arzneimittel wird nicht für Notfallsituationen empfohlen. Es ist für die Erhaltungstherapie nach der Behandlung von Notfallsituationen reserviert.
4.2. Dosierung und Art der Anwendung
Art der Anwendung
Nur für Erwachsene. Zum Einnehmen.
Dosierung
Die Tabletten sollten vorzugsweise mindestens 30 Minuten vor den Mahlzeiten mit einem vollen Glas Wasser unzerkaut geschluckt werden.
Aufgrund der magensaftresistenten Beschichtung dürfen die Tabletten nicht zerkleinert, zerbrochen oder gekaut werden, um die Freisetzung des Wirkstoffs im alkalischen Milieu des Darms zu ermöglichen.
Die Beschichtung verhindert lokale Reizwirkungen auf die Magenschleimhaut.
Bei chronischer Behandlung
Die empfohlene Dosierung beträgt 100 mg bis 300 mg pro Tag, die vorzugsweise vor den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser eingenommen werden sollten.
Ältere Patienten
Im Allgemeinen sollte Acide acétylsalicylique bei älteren Menschen, die anfälliger für Nebenwirkungen sind, mit Vorsicht angewendet werden. Die übliche Erwachsenendosierung wird empfohlen, sofern keine schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz vorliegt (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Die Behandlung sollte regelmäßig überprüft werden.
Pädiatrische Population
Acide acétylsalicylique sollte Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht verabreicht werden, es sei denn auf ärztlichen Rat und wenn der Nutzen das Risiko überwiegt (siehe Abschnitt 4.4).
Leberinsuffizienz
Acide acétylsalicylique ist bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Acide acétylsalicylique sollte bei Patienten mit Leberinsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Niereninsuffizienz
Acide acétylsalicylique ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Acide acétylsalicylique sollte bei Patienten mit Niereninsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden, da Acide acétylsalicylique das Risiko einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion und eines akuten Nierenversagens erhöhen kann (siehe Abschnitt 4.4).
4.3. Gegenanzeigen
Dieses Arzneimittel darf niemals in den folgenden Situationen verschrieben werden:
- Überempfindlichkeit gegen Acide acétylsalicylique oder einen der Hilfsstoffe (siehe Abschnitt 6.1) oder gegen andere nichtsteroidale Antirheumatika (Kreuzreaktion),
- Asthmaanfälle in der Vorgeschichte, die durch die Verabreichung von Salicylaten oder ähnlichen Substanzen, insbesondere nichtsteroidalen Antirheumatika, ausgelöst wurden,
- aktives Magen-Darm-Geschwür,
- angeborene oder erworbene Blutungskrankheit einschließlich gastrointestinaler Blutungen, hämorrhagischer Schlaganfall in der Vorgeschichte und Thrombozytopenie,
- Blutungsrisiko,
- schwere Niereninsuffizienz,
- schwere Leberinsuffizienz,
- schwere unkontrollierte Herzinsuffizienz.
- Dosierung von mehr als 100 mg pro Tag
- Schwangerschaft, ab Beginn des 6. Monats (24 Wochen Amenorrhoe) für Aspirindosen über 100 mg pro Tag (siehe Abschnitt 4.6)
4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Dosierung von mehr als 100 mg pro Tag
Risiko des fötalen Todes
ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, birgt ein Risiko für den fötalen Tod, selbst nach einmaliger Einnahme, aufgrund seiner kardiopulmonalen Toxizität (Verengung des Ductus arteriosus und Auftreten von Oligohydramnion, siehe Abschnitt 4.3).
Auswirkungen auf das ungeborene Kind
ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, birgt auch das Risiko einer Nierenschädigung (Niereninsuffizienz), einer vorzeitigen Schließung des Ductus arteriosus und einer pulmonalen Hypertonie beim Neugeborenen. Siehe Abschnitt 4.6).
ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, ist bei schwangeren Frauen ab Beginn des 6. Schwangerschaftsmonats (24 Wochen Amenorrhoe) kontraindiziert.
Bei geplanter Schwangerschaft oder während der ersten 5 Monate (vor 24 Wochen Amenorrhoe) sollte ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, nur bei absoluter Notwendigkeit verschrieben werden.
Warnhinweise
Bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln, um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte das Fehlen von Acide acétylsalicylique (AAS) in der Zusammensetzung anderer Arzneimittel überprüft werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Acide acétylsalicylique in antiaggregierenden Dosen wird nicht empfohlen mit (siehe Abschnitt 4.5):
- Anagrelid,
- oralen Antikoagulanzien bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren in der Vorgeschichte,
- Clopidogrel (außerhalb der validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen),
- Defibrotid,
- Nicorandil,
- Ticlopidin,
- Ticagrelor (außerhalb der validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen),
- Probenecid.
Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen und Naproxen können die antiaggregierende Wirkung von Acide acétylsalicylique abschwächen oder begrenzen. Patienten, die mit ASPIRINE PROTECT behandelt werden, wird geraten, ihren Arzt zu konsultieren, wenn sie planen, nichtsteroidale Antirheumatika einzunehmen (siehe Abschnitt 4.5).
Die Anwendung dieses Arzneimittels wird während der Stillzeit nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.6).
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Ältere Patienten
Das Blutungsrisiko unter AAS scheint von Indikation zu Indikation konstant und unabhängig vom Ausgangsrisiko für kardiovaskuläre Ereignisse zu sein, aber dieses Risiko variiert stark mit dem Alter und ist bei älteren Menschen deutlich erhöht (siehe Abschnitt 4.8).
Hypertonie-Patienten
Bei Patienten mit Hypertonie, die mit AAS behandelt werden, sollte der Blutdruck gut kontrolliert werden, da das Risiko eines hämorrhagischen zerebrovaskulären Ereignisses bei unkontrollierten Hypertonie-Patienten erhöht ist (siehe Abschnitt 4.8).
Chirurgischer Eingriff (einschließlich Zahnextraktion)
Aufgrund der antiaggregierenden Wirkung von Acide acétylsalicylique, die bereits bei sehr niedrigen Dosen auftritt und mehrere Tage anhält, sollte der Patient über das Blutungsrisiko informiert werden, das bei einem chirurgischen Eingriff, selbst bei einem kleinen Eingriff (z.B. Zahnextraktion), auftreten kann. Die Dauer der Unterbrechung der Behandlung vor dem Eingriff sollte von Fall zu Fall bestimmt werden.
Ein Reye-Syndrom, eine sehr seltene Erkrankung, die lebensbedrohlich sein kann, wurde bei Kindern mit Anzeichen von Virusinfektionen (insbesondere Windpocken und Grippeähnlichen Episoden) beobachtet, die Acide acétylsalicylique erhielten.
Acide acétylsalicylique sollte Kindern und Jugendlichen nur auf ärztlichen Rat und wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).
In einigen Fällen von schwerem G6PD-Mangel können hohe Dosen von Acide acétylsalicylique eine Hämolyse oder hämolytische Anämie verursachen. Bei G6PD-Mangel sollte die Verabreichung von Acide acétylsalicylique unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Die Überwachung der Behandlung sollte in den folgenden Fällen verstärkt werden:
- Vorgeschichte von Magen-Darm-Geschwüren, Magen-Darm-Blutungen oder Gastritis. Patienten mit einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen sollten die Einnahme von Acide acétylsalicylique aufgrund des Risikos von Reizungen und Blutungen im Verdauungstrakt vermeiden, insbesondere in Kombination mit alkoholischen Getränken. Die Behandlung mit AAS sollte bei Auftreten von Blutungssyndromen, insbesondere im Verdauungstrakt, abgebrochen werden,
- Niereninsuffizienz,
- Leberinsuffizienz,
- Asthma/Überempfindlichkeit: Eine enge ärztliche Überwachung ist bei Patienten mit Asthma oder allergischer Rhinitis erforderlich. Das Auftreten von Asthmaanfällen kann bei einigen Personen mit einer Allergie gegen nichtsteroidale Antirheumatika oder Acide acétylsalicylique zusammenhängen. Acide acétylsalicylique kann einen Bronchospasmus verursachen und Asthmaanfälle oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Risikofaktoren sind Asthma in der Vorgeschichte, allergische Rhinitis, Nasenpolypen oder chronische Atemwegserkrankungen (siehe Abschnitt 4.8),
- In seltenen Fällen wurde bei Patienten, die mit Acide acétylsalicylique behandelt wurden, ein akutes Koronarsyndrom mit oder ohne Myokardinfarkt im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion (Kounis-Syndrom) berichtet. Bei bestätigtem Kounis-Syndrom, das durch Acide acétylsalicylique verursacht wurde, sollte ASPIRINE PROTECT sofort abgesetzt werden.
- Gastrointestinale Blutungen oder Geschwüre/Perforationen können jederzeit während der Behandlung auftreten, ohne dass es notwendigerweise vorherige Symptome oder eine Vorgeschichte gibt. Das relative Risiko steigt bei älteren Menschen, Personen mit niedrigem Körpergewicht, Patienten unter Antikoagulanzien- oder Thrombozytenaggregationshemmertherapie (siehe Abschnitt 4.5). Die Behandlung mit AAS sollte bei Auftreten von Blutungssyndromen, insbesondere im Verdauungstrakt, abgebrochen werden,
- Menorrhagien: Acide acétylsalicylique sollte mit Vorsicht angewendet werden bei sehr starken Blutungen (Risiko einer Zunahme der Stärke und Dauer der Menstruation).
Informationen zu den Hilfsstoffen
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro magensaftresistente Tablette, d.h. es ist im Wesentlichen „natriumfrei“.
4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Mehrere Substanzen sind aufgrund ihrer thrombozytenaggregationshemmenden Eigenschaften an Wechselwirkungen beteiligt:
Die Verwendung mehrerer Thrombozytenaggregationshemmer (Abciximab, Acide acétylsalicylique, Cilostazol, Clopidogrel, Epoprostenol, Eptifibatid, Iloprost, Iloprost Trometamol, Prasugrel, Ticagrelor, Ticlopidin, Tirofiban) erhöht das Blutungsrisiko, ebenso wie ihre Kombination mit Heparin und verwandten Molekülen, oralen Antikoagulanzien und Thrombolytika, und sollte unter regelmäßiger klinischer Überwachung berücksichtigt werden.
Nicht empfohlene Kombinationen
+ Orale Antikoagulanzien (bei Magen-Darm-Geschwüren in der Vorgeschichte)
Erhöhtes Blutungsrisiko. Notwendigkeit einer Kontrolle, insbesondere der Blutungszeit.
+ Anagrelid
Erhöhte Blutungsereignisse und verringerte antithrombotische Ereignisse.
+ Ticlopidin
Erhöhtes Blutungsrisiko durch Addition der thrombozytenaggregationshemmenden Aktivitäten. Wenn die Kombination nicht vermieden werden kann, enge klinische und biologische Überwachung.
+ Clopidogrel, außerhalb der validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen
Erhöhtes Blutungsrisiko durch Addition der thrombozytenaggregationshemmenden Aktivitäten.
+ Probenecid
Verringerung der urikosurischen Wirkung (durch Konkurrenz der Ausscheidung von Harnsäure auf der Ebene der Nierentubuli).
+ Ticagrelor, außerhalb der validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen:
Erhöhtes Blutungsrisiko durch Addition der thrombozytenaggregationshemmenden Aktivitäten.
+ Nicorandil:
Erhöhtes ulzerogenes und gastrointestinales Blutungsrisiko.
+ Defibrotid:
Erhöhtes Blutungsrisiko. Vorsichtige Verabreichung unter enger Überwachung der Gerinnungsparameter bei der Verabreichung von Defibrotid.
Kombinationen, die Vorsichtsmaßnahmen erfordern
+ Methotrexat (bei Dosen >20 mg/Woche)
Erhöhte Toxizität, insbesondere hämatologisch, von Methotrexat (verringerte renale Clearance durch Acide acétylsalicylique). Wöchentliche Kontrolle des Blutbildes während der ersten Wochen der Kombination. Erhöhte Überwachung bei eingeschränkter (auch leichter) Nierenfunktion sowie bei älteren Menschen.
+ Gastrointestinale Topika, Antazida und Kohle
Verringerte gastrointestinale Absorption von Acide acétylsalicylique. Gastrointestinale Topika und Antazida in einem Abstand von 2 Stunden zu Acide acétylsalicylique einnehmen.
+ Clopidogrel, in den validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen
Erhöhtes Blutungsrisiko durch Addition der thrombozytenaggregationshemmenden Aktivitäten. Klinische Überwachung.
+ Cobimetinib:
Erhöhtes Blutungsrisiko. Klinische Überwachung.
+ Ticagrelor: in den validierten Indikationen für diese Kombination bei akuten Koronarsyndromen:
Erhöhtes Blutungsrisiko durch Addition der thrombozytenaggregationshemmenden Aktivitäten. Klinische Überwachung.
+ Ibrutinib:
Erhöhtes Blutungsrisiko. Klinische Überwachung.
Kombinationen, die berücksichtigt werden sollten
+ Orale Antikoagulanzien (ohne Magen-Darm-Geschwüre in der Vorgeschichte)
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Thrombolytika
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Heparine (kurative Dosen und/oder ältere Patienten): Aspirin in antiaggregierenden Dosen:
Erhöhtes Blutungsrisiko (Hemmung der Thrombozytenfunktion und Schädigung der gastroduodenalen Schleimhaut durch Acide acétylsalicylique).
+ Heparine (präventive Dosen)
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die auf verschiedenen Ebenen der Hämostase wirken, erhöht das Blutungsrisiko. Daher sollte bei Personen unter 65 Jahren die Kombination von Heparin in präventiven Dosen oder verwandten Substanzen mit Acide acétylsalicylique, unabhängig von der Dosis, unter klinischer und gegebenenfalls biologischer Überwachung berücksichtigt werden.
+ Gemischte adrenerge-serotoninerge Medikamente
Erhöhtes Blutungsrisiko.
+ Nichtsteroidale Antirheumatika in antiaggregierenden Dosen (von 50 mg bis 375 mg pro Tag in 1 oder mehreren Dosen)
Erhöhtes ulzerogenes und gastrointestinales Blutungsrisiko.
+ Systemische Glukokortikoide, mit Ausnahme von Hydrocortison, das in der Substitutionstherapie bei Morbus Addison verwendet wird
Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko von gastrointestinalen Blutungen und Geschwüren erhöhen.
4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Niedrige Dosen, kleiner oder gleich 100 mg pro Tag:
Klinische Studien zeigen, dass Dosen bis zu 100 mg/Tag bei extrem begrenzten geburtshilflichen Anwendungen, die eine spezialisierte Überwachung erfordern, sicher zu sein scheinen.
Dosen zwischen 100 und 500 mg pro Tag:
Die klinische Erfahrung mit der Verabreichung von Dosen zwischen 100 mg und 500 mg pro Tag ist unzureichend. Daher gelten die untenstehenden Empfehlungen für Dosen über 500 mg pro Tag auch für diese Dosen.
Dosen größer oder gleich 500 mg pro Tag:
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Ab Beginn des 6. Schwangerschaftsmonats (24 Wochen Amenorrhoe): Jede Einnahme von ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, auch einmalig, ist kontraindiziert. Eine einmalige Einnahme ab 24 Wochen Amenorrhoe rechtfertigt eine echokardiographische und renale Kontrolle des Fötus und/oder Neugeborenen.
Außer bei absoluter Notwendigkeit sollte ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, nicht bei einer Frau verschrieben werden, die eine Schwangerschaft plant oder während der ersten 5 Monate der Schwangerschaft (vor 24 Wochen Amenorrhoe). Gegebenenfalls sollte die Dosis so niedrig wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein. Eine verlängerte Einnahme wird dringend abgeraten.
Bei Einnahme ab der 20. Schwangerschaftswoche könnte eine kardiovaskuläre und renale Überwachung des Fötus erforderlich sein.
Bei Auftreten von Oligohydramnion oder Verengung des Ductus arteriosus sollte die Behandlung mit ASPIRINE PROTECT 100 mg, magensaftresistente Tablette, abgebrochen werden.
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Die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch NSAIDs kann den Verlauf der Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des Embryos oder Fötus beeinträchtigen.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 1. Trimester
Epidemiologische Studien legen nahe, dass eine Behandlung mit einem Prostaglandinsynthesehemmer im 1. Trimester der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten verbunden ist.
Für einige NSAIDs wird auch ein erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen und Bauchwanddefekte (Gastroschisis) beschrieben. Das absolute Risiko für fötale Herzfehlbildungen stieg von weniger als 1% auf etwa 1,5% bei Exposition im 1. Trimester. Das Risiko scheint mit der Dosis und der Dauer der Behandlung zu steigen.
Bei Tieren führt die Verabreichung eines Prostaglandinsynthesehemmers während der Organogenese zu einer erhöhten prä- und postimplantatorischen Verlust, einer erhöhten Embryo- und Fetotoxizität und einer höheren Inzidenz bestimmter Fehlbildungen, einschließlich kardiovaskulärer.
Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung im 2. und 3. Trimester
- Ab der 12. Schwangerschaftswoche
Die mütterliche Einnahme eines NSAIDs setzt den Fötus einem Risiko für eine funktionelle Nierenschädigung aus:
- o In utero (Einleitung der fötalen Diurese): Ein Oligohydramnion kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten. Dies ist in der Regel reversibel nach Absetzen der Behandlung. Es kann sich zu einem Anamnios entwickeln, insbesondere bei längerer Exposition gegenüber einem NSAID.
- o Bei der Geburt: Eine Niereninsuffizienz (reversibel oder nicht) kann beobachtet werden oder bestehen bleiben, insbesondere bei später und längerer Exposition mit einem Risiko für verzögerte schwere Hyperkaliämie.
- Ab der 20. Schwangerschaftswoche:
Neben der funktionellen Nierenschädigung (siehe oben) setzt die mütterliche Einnahme eines NSAIDs den Fötus einem Risiko für eine Verengung des Ductus arteriosus aus (meist reversibel nach Absetzen der Behandlung).
- Ab der 24. Schwangerschaftswoche:
Das Risiko einer kardiopulmonalen Toxizität (vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie) wird größer und kann zu einer rechtsseitigen Herzinsuffizienz des Fötus oder Neugeborenen führen, sogar zu einem fötalen Tod in utero. Dieses Risiko ist umso größer und weniger reversibel, je näher die Einnahme am Termin liegt. Dieser Effekt tritt auch bei einmaliger Einnahme auf.
Am Ende der Schwangerschaft (nahe am Termin) setzt die Einnahme von NSAIDs auch die Mutter und das Neugeborene einem Risiko aus:
- einer Verlängerung der Blutungszeit aufgrund einer antiaggregierenden Wirkung, die auch nach Verabreichung sehr niedriger Dosen auftreten kann;
- einer Hemmung der Uteruskontraktionen, die zu einer Verzögerung des Termins oder einer verlängerten Geburt führen kann.
Stillzeit
Da Acide acétylsalicylique in die Muttermilch übergeht, wird dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht empfohlen.
Fertilität
Wie alle NSAIDs kann die Anwendung dieses Arzneimittels vorübergehend die weibliche Fertilität beeinträchtigen, indem es die Ovulation beeinflusst; es wird daher bei Frauen, die ein Kind zeugen möchten, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden oder Fruchtbarkeitstests durchführen, sollte ein Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden.
4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
ASPIRINE PROTECT hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8. Nebenwirkungen
Die Häufigkeit der Nebenwirkungen kann nicht geschätzt werden. Daher werden die Häufigkeiten als unbekannt angegeben.
Erkrankungen des Immunsystems
Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen, Asthma, Bronchospasmus, Angioödem, Rhinitis, Hautausschlag, Urtikaria und manchmal kardiopulmonale Notfälle bis hin zu anaphylaktischem Schock.
Herzerkrankungen
Häufigkeit unbekannt: Kounis-Syndrom (akute Myokardischämie mit oder ohne Myokardinfarkt im Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeitsreaktion, siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Hämatologische Effekte: Blutungssyndrome (Hämatom, urogenitale Blutung, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Purpura...) mit Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung hält 4 bis 8 Tage nach Absetzen von Aspirin an. Sie kann ein Blutungsrisiko bei chirurgischen Eingriffen darstellen. Gastrointestinale und intrakranielle Blutungen können ebenfalls auftreten (insbesondere bei Patienten mit unkontrollierter Hypertonie).
In einigen Fällen kann das Leben bedroht sein.
Schwere hämolytische Unfälle wurden nach Verabreichung hoher Dosen von AAS bei Patienten mit G6PD-Mangel beobachtet.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
AAS in niedriger Dosis kann die Ausscheidung von Harnsäure reduzieren, was bei prädisponierten Patienten zu einem Gichtanfall führen kann.
Erkrankungen des zentralen Nervensystems
Wirkungen auf das zentrale Nervensystem: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, verminderte Hörschärfe, Ohrensausen, die normalerweise die ersten Anzeichen einer Überdosierung sind (siehe Abschnitt 4.9).
Intrakranielle Blutung.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
Verdauungssymptome wie Bauchschmerzen, Dyspepsie, Hyperazidität wurden berichtet. Läsionen wie Gastritis, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder sogar eine Perforation des Verdauungstrakts werden beschrieben, die zu einer Blutung führen können. Diese gastrointestinale Blutung kann eine akute oder chronische Anämie verursachen.
Die gastrointestinale Toxizität von AAS ist dosisabhängig und tritt bereits bei einer Dosis von 75 mg auf. Eine verlängerte Einnahme von Aspirin kann eine Gastritis, gastroduodenale Erosionen oder die Ausweitung bestehender ulzeröser Läsionen verursachen. Die Blutung, die auftreten kann, wird durch die antithrombotische Wirkung von Aspirin verschlimmert; die Blutung kann asymptomatisch sein (Hämatemesis und Meläna sind selten); häufiger wird eine chronische Anämie beobachtet.
Fälle von intestinaler Diaphragmenstenose wurden berichtet.
Leber- und Gallenerkrankungen
Erhöhungen der Leberenzyme, Leberschädigung, hauptsächlich hepatozellulär (Leberinsuffizienz).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Urtikaria, Hautreaktionen, die schwerwiegend sein können (exsudatives Erythema multiforme).
Nieren- und Harnwegserkrankungen
Akutes Nierenversagen, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder bei gleichzeitiger Diuretikatherapie.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Reye-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung des Arzneimittels ist wichtig. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Gesundheitsfachkräfte melden jeden Verdacht auf Nebenwirkungen über das nationale Meldesystem: Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) und Netzwerk der Regionalen Zentren für Pharmakovigilanz - Website: https://signalement.social-sante.gouv.fr.
4.9. Überdosierung
Eine Überdosierung ist aufgrund der geringen Menge an Acide acétylsalicylique in ASPIRINE PROTECT unwahrscheinlich. Dennoch können Fälle von Vergiftungen (versehentliche Überdosierung) bei sehr kleinen Kindern oder therapeutische Überdosierung bei älteren Menschen, die potenziell tödlich verlaufen können, wie unten beschrieben auftreten.
Symptome
- Moderate Vergiftung: Ohrensausen, verminderte Hörschärfe, Kopfschmerzen, Schwindel sind Anzeichen einer Überdosierung und können durch Dosisreduktion kontrolliert werden.
- Schwere Vergiftung: Bei Kindern kann eine Überdosierung ab 100 mg/kg in einer einzigen Dosis tödlich sein. Die Symptome sind: Fieber, Hyperventilation, Ketose, respiratorische Alkalose, metabolische Azidose, Koma, kardiovaskulärer Kollaps, Atemversagen.
Die folgenden Manifestationen können ebenfalls auftreten: Hyperthermie und übermäßiges Schwitzen, die zu Dehydratation führen, Unruhe, Krämpfe, Halluzinationen und Hypoglykämie.
Eine Depression des zentralen Nervensystems kann zu Koma, kardiovaskulärem Kollaps und Atemstillstand führen.
Notfallmaßnahmen:
- Sofortiger Transfer in ein spezialisiertes Krankenhaus,
- Gastrointestinale Dekontamination und Verabreichung von Aktivkohle,
- Kontrolle des Säure-Basen-Gleichgewichts,
- Alkalische Diurese zur Erzielung eines Urin-pH-Werts zwischen 7,5 und 8,
- Möglichkeit der Hämodialyse bei schweren Vergiftungen,
- Symptomatische Behandlung.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antithrombotika/ Thrombozytenaggregationshemmer, Heparin ausgeschlossen, ATC-Code B01AC06: Blut, blutbildende Organe
Aspirin ist ein Inhibitor der Thrombozytenaktivierung: Durch Acetylierung der Thrombozyten-Cyclooxygenase hemmt es die Synthese von Thromboxan A2, einer physiologischen Aktivatorsubstanz, die von den Thrombozyten freigesetzt wird und eine Rolle bei den Komplikationen atheromatöser Läsionen spielt.
Wiederholte Dosen von 20 bis 325-330 mg führen zu einer Hemmung der Enzymaktivität von 30 bis 95%. Über 325-330 mg hinaus nimmt die hemmende Aktivität nur geringfügig zu, und die Wirkung auf die Thrombozytenaggregation ist nahezu identisch.
Die hemmende Wirkung erschöpft sich nicht bei längerer Behandlung, und die Enzymaktivität nimmt allmählich wieder zu, wenn die Thrombozyten 24 bis 48 Stunden nach Absetzen der Behandlung erneuert werden.
Bei der empfohlenen Dosierung reduziert Aspirin die Synthese von endothelialem Prostacyclin, aber die klinische Bedeutung dieser Wirkung ist unklar und scheint in der Praxis weniger wichtig zu sein als in der Theorie.
Aspirin verlängert die Blutungszeit im Durchschnitt um etwa 50 bis 100 %, aber individuelle Schwankungen können beobachtet werden.
Experimentelle Daten deuten darauf hin, dass Ibuprofen die thrombozytenaggregationshemmende Wirkung einer niedrigen Dosis Aspirin hemmen kann, wenn sie gleichzeitig eingenommen werden. Eine Studie mit einer Einzeldosis von 400 mg Ibuprofen, die 8 Stunden vor oder innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme von 81 mg sofort freisetzendem Aspirin eingenommen wurde, zeigte eine Verringerung der Wirkung von Aspirin auf die Thromboxanbildung oder die Thrombozytenaggregation. Aufgrund der Grenzen dieser ex vivo-Daten und der Unsicherheiten hinsichtlich ihrer klinischen Extrapolation können jedoch keine endgültigen Schlussfolgerungen für die regelmäßige Anwendung von Ibuprofen gezogen werden; darüber hinaus erscheint bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen das Auftreten eines klinisch relevanten Effekts unwahrscheinlich (siehe Abschnitt 4.5).
Sechs Primärpräventionsstudien (Aspirin versus Placebo) wurden bei Personen mit in der Regel niedrigem bis mittlerem kardiovaskulärem Risiko durchgeführt. Die Metaanalyse dieser 6 Studien zeigte eine signifikante Verringerung der kardiovaskulären Ereignisse (um etwa 3 pro 1000) auf Kosten einer Tendenz zur Erhöhung schwerer Blutungsereignisse (geschätzt auf 2 pro 1000). Die Populationen der in die Metaanalyse einbezogenen Studien sind jedoch zu heterogen, um festzustellen, bei welchen Patienten Aspirin ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis in der Primärprävention hat.
Der potenzielle Nutzen der Behandlung mit Aspirin in der Primärprävention bei Hochrisikopatienten sollte daher gegen das erhöhte Blutungsrisiko abgewogen werden, insbesondere bei älteren Menschen, bei denen dieses Blutungsrisiko erhöht ist.
Eine randomisierte Studie (CLIPS-Studie), doppelblind, über einen Zeitraum von 2 Jahren, verglich die Wirksamkeit von Aspirin (in einer Dosis von 100 mg) in Kombination mit hohen Dosen von Antioxidantien (300 mg Vitamin E in Kombination mit 250 mg Vitamin C und 10 mg Beta-Carotin) mit einem Placebo bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) im Stadium III oder IV (oder peripherer arterieller Erkrankung). Der primäre Endpunkt war die Inzidenz tödlicher und nicht tödlicher vaskulärer Ereignisse sowie der Ischämien der unteren Extremitäten. 366 Patienten (185 Patienten in der Aspirin-Gruppe und 181 unter Placebo) wurden eingeschlossen. Die Ergebnisse zeigen, dass Aspirin das Risiko vaskulärer Ereignisse signifikant um 64% reduziert (p = 0,016 oder HR = 0,35 (95% CI: 0,15-0,82).
Die Metaanalyse der Antithrombotic Trialists’ Collaboration von 2002 bewertete die Wirkung einer thrombozytenaggregationshemmenden Behandlung im Vergleich zu keiner solchen Behandlung in 195 randomisierten Studien mit insgesamt 135.640 Patienten mit hohem vaskulärem Risiko. Die Ergebnisse zeigen unter der Behandlung eine signifikante Verringerung (p<0,0001) des Risikos schwerer vaskulärer Ereignisse (nicht tödlicher Myokardinfarkt [MI], nicht tödlicher Schlaganfall oder Tod vaskulärer oder unbekannter Ursache) um etwa 22% und aller Komponenten dieses Endpunkts (p<0,0001) in allen betroffenen Patientenkategorien (MI in der Vorgeschichte, akuter MI, Schlaganfall oder TIA in der Vorgeschichte, akuter Schlaganfall, andere Hochrisikopatienten, p<0,0001). Die Risikoreduktion betrug etwa 25% in den 188 Studien (94.819 Patienten), die außerhalb der akuten Phase des Schlaganfalls durchgeführt wurden.
Ein Update der Metaanalyse der ATC 2002, beschränkt auf Studien, die Aspirin allein vergleichen und die CLIPS-Studie umfassen, durchgeführt bei Patienten mit PAVK, umfasste 46 Studien mit insgesamt 86.662 Patienten mit hohem vaskulärem Risiko und bestätigter ischämischer arterieller Erkrankung. Die Ergebnisse dieser Metaanalyse bestätigen, dass Aspirin einen vergleichbaren Nutzen wie alle Thrombozytenaggregationshemmer in Bezug auf vaskuläre Ereignisse (etwa 21%, p<0,0001), nicht tödlichen Myokardinfarkt (etwa 40%, p<0,0001), nicht tödlichen Schlaganfall (etwa 22%, p<0,0001) und Gesamtmortalität (etwa 14%, p<0,0001) bietet. Das Risiko schwerer Blutungen wird durch Aspirin signifikant um etwa 87% erhöht (p<0,0001). In der Kategorie der Patienten mit PAVK reduzierte Aspirin das Risiko vaskulärer Ereignisse signifikant um etwa 50% (p<0,001) und nicht tödlicher Schlaganfälle um etwa 74% (p=0,03). Die Unterschiede bei den anderen Endpunkten waren nicht signifikant, aber mit denen bei allen Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko vergleichbar.
16 randomisierte Studien zur Prävention von Schlaganfällen durch eine antithrombotische Therapie wurden bei Patienten mit Vorhofflimmern durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Metaanalyse zeigten, dass Aspirin weniger wirksam als Warfarin, aber dennoch wirksamer als Placebo war (Reduktion der zerebrovaskulären Ereignisse um 22% für Aspirin [95% CI, 2%-38%] gegenüber 62% für Warfarin [95% CI, 48%-72%]). Die Behandlung mit Aspirin sollte bei Patienten mit niedrigem thromboembolischen Risiko* bevorzugt werden, für die eine Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten nicht angezeigt wäre, und bei Patienten mit einer Kontraindikation für Vitamin-K-Antagonisten oder wenn das Blutungsrisiko durch Vitamin-K-Antagonisten als übermäßig erscheint.
* Laut internationalen Empfehlungen haben Patienten mit einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren ein hohes thromboembolisches Risiko: Schlaganfall in der Vorgeschichte, transitorische ischämische Attacke oder Embolie in der Vorgeschichte, Mitralstenose, Herzklappenprothese; und ein niedriges thromboembolisches Risiko haben diejenigen, die keinen Risikofaktor oder nur einen moderaten Risikofaktor wie Alter ≥ 75 Jahre, Hypertonie, Herzinsuffizienz, eine Ejektionsfraktion ≤ 35% und Diabetes aufweisen.
5.2. Pharmakokinetische Eigenschaften
Nach oraler Verabreichung wird Acide acétylsalicylique schnell und vollständig im Magen-Darm-Trakt resorbiert.
Während und nach der Resorption wird Acide acétylsalicylique in Acide salicylique, seinen Hauptmetaboliten, umgewandelt.
Aufgrund der Beschichtung der magensaftresistenten Tablette von ASPIRINE PROTECT wird Acide acétylsalicylique nicht im Magen, sondern im alkalischen Milieu des Darms freigesetzt. Die maximale Plasmakonzentration von Acide acétylsalicylique, die 2-7 Stunden nach der Verabreichung der magensaftresistenten Tablette erreicht wird, ist im Vergleich zu einer sofort freisetzenden Tablette verzögert.
Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln führt zu einer verzögerten, aber vollständigen Resorption von Acide acétylsalicylique. Aufgrund der pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von AAS wird die verzögerte Resorption der magensaftresistenten Tabletten von ASPIRINE PROTECT nicht als einschränkend angesehen, um eine angemessene Hemmung der Thrombozytenaggregation bei der chronischen Behandlung mit niedriger Dosis von ASPIRINE PROTECT zu erreichen. Dennoch sollten die magensaftresistenten Tabletten von ASPIRINE PROTECT vorzugsweise (30 Minuten oder mehr) vor den Mahlzeiten mit einem vollen Glas Wasser eingenommen werden, um den Nutzen der Galenik sicherzustellen (siehe Abschnitt 4.2).
Acide acétylsalicylique und Acide salicylique sind stark an Plasmaproteine gebunden und werden schnell im Körper verteilt. Acide salicylique geht in die Muttermilch über und passiert die Plazenta.
Acide acétylsalicylique wird in seinen Hauptmetaboliten Acide salicylique umgewandelt. Die Acetylgruppe von Acide acétylsalicylique beginnt bei der Passage durch den Darmtrakt durch Hydrolyse zu zerfallen, aber der größte Teil seines Metabolismus erfolgt in der Leber. Seine Metaboliten sind Acide salicylurique, salicylisches Phenolglucuronid, salicylisches Acylglucuronid, Acide gentisique und Acide gentisurique.
Die Ausscheidung von Acide salicylique ist dosisabhängig, da sein Metabolismus durch die enzymatische Kapazität der Leber begrenzt ist. Die Eliminationshalbwertszeit variiert von 2 bis 3 Stunden bei niedrigen Dosen bis zu 15 Stunden bei hohen Dosen. Acide salicylique und seine Metaboliten werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Die verfügbaren pharmakokinetischen Daten von Acide acétylsalicylique zeigen keinen klinisch signifikanten Unterschied für eine Dosierung zwischen 100 mg und 500 mg.
5.3. Präklinische Sicherheitsdaten
Das präklinische Sicherheitsprofil von Acide acétylsalicylique ist gut dokumentiert.
In Tierstudien haben Salicylate bei hohen Dosen Nierenschäden verursacht, aber keine anderen Organschäden.
Die Mutagenität von Acide acétylsalicylique wurde umfassend in vitro und in vivo untersucht. Ein mutagenes Potenzial wurde nicht gefunden. Gleiches gilt für die Karzinogenitätsstudien.
Salicylate haben in Tierstudien und bei verschiedenen Spezies teratogene Effekte gezeigt. Implantationsstörungen, embryo- und fetotoxische Effekte und Lernstörungen bei der Nachkommenschaft nach pränataler Exposition wurden beschrieben.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1. Liste der sonstigen Bestandteile
Maisstärke, Cellulosepulver.
Filmüberzug: Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer 1:1, Polysorbat 80, Natriumlaurylsulfat, Talkum, Triethylcitrat.
6.2. Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3. Dauer der Haltbarkeit
5 Jahre.
6.4. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Bei einer Temperatur von nicht mehr als +25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5. Art und Inhalt des Behältnisses
30, 50 oder 90 Tabletten in Blisterpackungen (Polypropylen/Aluminium).
30, 50 oder 90 Tabletten in Blisterpackungen (PVC/Aluminium).
Alle Packungsgrößen müssen möglicherweise nicht im Handel erhältlich sein.
6.6. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
BAYER HEALTHCARE
1, RUE CLAUDE BERNARD
59000 LILLE
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
- 34009 269 399 3 9 : 30 Tabletten in Blisterpackungen (Polypropylen/Aluminium)
- 34009 269 400 1 0 : 50 Tabletten in Blisterpackungen (Polypropylen/Aluminium)
- 34009 269 401 8 8 : 90 Tabletten in Blisterpackungen (Polypropylen/Aluminium)
- 34009 302 300 0 8: 30 Tabletten in Blisterpackungen (PVC/Aluminium)
- 34009 302 300 1 5 : 50 Tabletten in Blisterpackungen (PVC/Aluminium)
- 34009 302 300 2 2: 90 Tabletten in Blisterpackungen (PVC/Aluminium)
9. DATUM DER ERSTZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
[vom Inhaber später auszufüllen]
10. STAND DER INFORMATION
[vom Inhaber später auszufüllen]
11. DOSIMETRIE
Nicht zutreffend.
12. ANWEISUNGEN FÜR DIE HERSTELLUNG VON RADIOPHARMAZEUTIKA
Nicht zutreffend.
VERORDNUNGS- UND ABGABEBEDINGUNGEN
Arzneimittel, das nicht der Verschreibungspflicht unterliegt.